GP Japan 2006

GP Japan 2006

— 08.10.2006

Schade, Schumi

Alles lief nach Plan für Ferrari, dann versagt die Technik. Reifenschaden Massa, Motorplatzer Schumi, Doppel-Pole vergeigt. Weltmeisterschaft futsch, glaubt auch Schumi.

37 Runden gehörte der WM-Titel so gut wie sicher Schumi: Er dominierte den Großen Preis von Japan 2006 nach Belieben. Mit Ferrari-Partner Massa im Rücken, an dem er in Runde zwei erwartungsgemäß vorbeizog, drehte er unangefochten und überlegen seine Runden. Zwei Ferrari vorn, Alonso auf drei, so hätte es nach Brasilien ins letzte Rennen gehen können. Und dann, Peng, geht der Triumph in Rauch auf: Motorplatzer bei Startnummer fünf, der erste seit sechs Jahren (Juli 2000). Alsonso reckt noch auf der Piste die Faust gen Himmel: Alles wieder offen. Oder besser: Alles in trockenen Tüchern? Ein Pünktchen im letzten Rennen reicht dem angezählten Spanier jetzt zur Titelverteidigung. Ankommen ist alles, und dass sie das beherrschen, haben die Franzosen zu Beginn der Saison eindrucksvoll bewiesen.

"Wir waren heute absolut konkurrenzfähig", sagte Alonso nach dem Rennen. "Was die Speed betrifft besser als Toyota, und was das Durchhaltevermögen betrifft besser als Ferrari. Ich konnte es nicht glauben, als Michael ausgefallen ist. Dass Ferrari Probleme mit der Technik hat, kommt eigentlich nicht vor." Und war nicht abzusehen: Ferrari dominierte das Feld im Rennen wie im Qualifying. Die Doppel-Weltmeisterschaft, Fahrer- und Konstrukteurstitel, schien zum Greifen nah. Bitter.

Michael Schumacher gab sich nach dem Rennen gefasst. Auf die Frage, wie er die 37. Runde erlebt hat, sagte er: "Der Motor hat nachgelassen und sich in Rauch aufgelöst, ohne Vorzeichen. Ausfall, zehn Punkte weg, damit Meisterschaft im Prinzip entschieden. Fernando muss in Brasilien nur noch spazierenfahren." Also keine Chance mehr auf den achten Fahrer-Titel? "Um ehrlich zu sein, glaube ich nicht mehr dran." Ein bisschen mehr Hoffnung sei bei der Konstrukteursweltmeisterschaft drin. Ferrari 186 Punkte, Renault 195 – da könnte noch was gehen, wenn Alonso wirklich nur auf Ankommen fährt.

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