GP von Australien 2006

Großer Preis von Australien

GP von Australien 2006

— 03.04.2006

Renault eilt der Konkurrenz davon

Weltmeister Alonso dominiert den großen Preis von Australien, Kimi Räikkönen und Ralf Schumacher belegen die Plätze. Schumi "geht die Straße aus".

Die Aufholjagd von Michael Schumacher beim turbulenten Großen Preis von Australien endete jäh an der Streckenmauer und zerstörte alle Hoffnungen auf ein Comeback von Ferrari an die Formel-1-Spitze. Dagegen bewies der Spanier Fernando Alonso mit seinem souveränen Sieg in Melbourne, daß er und Renault derzeit das Maß aller Dinge sind. Im chaotischen dritten WM-Rennen des Jahres mit vier Safety-Car-Phasen und zahlreichen Unfällen fuhr der Weltmeister ungefährdet zu seinem zweiten Saisonerfolg. Für Renault war es bereits der dritte Triumph in diesem Jahr.

Michael Schumacher kann von solcher Stärke derzeit nur träumen. Der Kerpener mußte nach seinem Crash in der 34. Runde von der Box aus mit ansehen, wie sein Bruder Ralf im Toyota hinter Alonso und Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes erstmals in dieser Saison als Dritter auf das Podest fuhr. Nick Heidfeld sorgte mit dem vierten Rang für das bisher beste Resultat des neuen Rennstalls BMW-Sauber.

Dagegen war für Rookie Nico Rosberg schon in der ersten Runde der Arbeitstag nach einer Kollision zu Ende gegangen. Größter Pechvogel war aber der Brite Jenson Button. Der Honda-Pilot, der am Samstag seine dritte Pole-Position erobert hatte, mußte nach einem Motorschaden 20 Meter vor dem Ziel seinen Wagen abstellen. Statt als Fünfter ins Ziel zu kommen, wurde er als Zehnter gewertet und blieb ohne Punkte.

Alonso und Renault scheinen in der Anfangsphase der Saison nicht nur Ferrari, sondern der gesamten Konkurrenz zu enteilen. Auf den 302,271 Kilometern im Albert Park kontrollierte der Spanier jederzeit das Feld. Der 24jährige baute seine Führung in der WM-Wertung auf 28 Punkte vor seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella (14 Punkte), Räikkönen (14) und Michael Schumacher (11) aus. Ralf Schumacher (7) ist in der Fahrer-Wertung siebter, Heidfeld (5) achter, Rosberg (2) fährt auf Rang 13. In der Konstrukteurs-Wertung liegt Renault mit 42 Zählern vor McLaren-Mercedes (23) und Ferrari (15).

Autor: Jan Kriebel

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