Formel 1 GP Bahrain BMW Kubica Pole

GP von Bahrain 2008

— 07.04.2008

BMW hui, Mercedes ...

Erste Pole-Position, drittes Mal auf dem Podium, von Ferrari nur knapp geschlagen, Führung in der Herstellerwertung. Das Formel-1-Team von BMW schwebt nach Bahrain auf Wolke sieben.

Pole-Premiere, Führungskilometer für beide Piloten und vorläufig der sensationelle erste Platz in der Teamwertung: In der Wüste von Bahrain ist BMW-Sauber endgültig in der Spitze der Formel 1 angekommen und in der Hackordnung an den Silberpfeilen vorbeigezogen. "Das haut mich um. Damit hatten wir überhaupt nicht gerechnet", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen nach dem Formel 1 GP von Bahrain freudestrahlend. Zuvor hatte der Pole Robert Kubica, der zum ersten Mal einen BMW von Startplatz eins ins Rennen führte, im dritten Saisonlauf mit Rang drei für den dritten Podiumsplatz gesorgt. Nick Heidfeld komplettierte als Vierter von Sakhir das beste Ergebnis des Teams in seiner noch jungen Geschichte und schob sich mit 16 Punkten drei Zähler hinter Weltmeister Kimi Räikkönen (Ferrari) in der WM-Gesamtwertung auf den zweiten Platz. "Ein Saisonauftakt nach Maß. Das gibt allen einen großen Motivationsschub für die kommenden Wochen", sagte Theissen. In der Konstrukteurswertung liegen Theissens Mannen mit 30 Punkten sogar einen Zähler vor der Scuderia und zwei vor McLaren-Mercedes. "Jetzt bleibt noch ein Ziel für diese Saison, und das ist der erste Sieg", sagte der BMW-Motorsportdirektor. "Bei uns lief wieder alles reibungslos", pflichtete Heidfeld bei.

BMW vor Ferrari, abgeschlagen Mercedes: Die Frage ist nicht mehr "ob", sondern "wo".

Einziger Schönheitsfleck in der starken Wochenendbilanz des Teams, das als BMW-Sauber erst in seiner dritten Saison ist, war der schnelle Verlust des Startvorteils. "Ich hatte schon in der Einführungsrunde Probleme mit durchdrehenden Rädern und am Start dann auch", berichtete Kubica. Der Pole musste auf den ersten Metern des Rennens den späteren Sieger Felipe Massa im Ferrari vorbeiziehen lassen. Kurz darauf überholte auch Räikkönen den 23-Jährigen. Der Krakauer war wegen eines Ölfilms auf der Strecke nach eigener Aussage kurzzeitig in Probleme geraten. Danach jedoch fuhren Kubica und Heidfeld das Rennen sicher nach Hause, führten zwischenzeitlich sogar das Feld an und lagen im Ziel nur 4,9 beziehungsweise 8,4 Sekunden hinter Sieger Massa. "Es war ein gutes Wochenende", sagte Kubica gewohnt unterkühlt.

Schon am Samstag hatte er sein Team jubeln lassen, als er im 38. Versuch des Rennstalls die erste Pole-Position einfuhr. BMW-Partner Sauber hatte gar 255 Renn-Wochenenden auf dieses Husarenstück warten müssen. Indes ist Rivale McLaren-Mercedes in der Hierarchie der Top-Teams vorerst auf Platz drei und muss ausgerechnet den deutschen Hersteller-Rivalen BMW-Sauber an sich vorbeiziehen lassen. "Es war ein Desaster. Ich habe den Start verpatzt", sagte Vize-Weltmeister Lewis Hamilton, der zudem auf den Renault von Ex-Teamkollege Fernando Alonso auffuhr und sich mit Rang 13 begnügen musste. In der WM-Wertung rutschte der Brite von Rang eins auf drei ab. Teamkollege Heikki Kovalainen aus Finnland rettete als Fünfter immerhin vier Punkte. "Ein Tag zum schnell vergessen", klagte Mercedes Motorsportchef Norbert Haug. Bei BMW sieht man das ganz anders.

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