Formel 1: GP von Belgien 2005

GP von Belgien 2005

GP von Belgien 2005

— 12.09.2005

Räikkönen verlängert Leidenszeit

Der Finne gewinnt in Spa, aber Alonso profitiert erneut vom Mercedes-Pech. Schumi wird abgeschossen, Heidfeld fällt vom Fahrrad.

Schumi schimpft auf Harakiri-Sato

Die Krönungsfeierlichkeiten für König Fernando I. wurden noch einmal vertagt. Kimi Räikkönen hat durch seinen Sieg beim Großen Preis von Belgien den vorzeitigen WM-Titelgewinn von Fernando Alonso verhindert. Statt echte Hoffnung zu schöpfen, hat der finnische McLaren-Mercedes-Pilot aber wohl nur seine Leidenszeit verlängert. Denn: Mit Platz drei am 25. September 2005 in Brasilien kann der Spanier seinen Triumph nun aus eigener Kraft perfekt machen.

Räikkönen fuhr nach 44 Runden auf der Ardennen-Rutschbahn von Spa-Francorchamps (306,944 km) nach 1:30:01,295 Stunden als Erster über die Ziellinie. Renault-Fahrer Alonso folgte mit 28,394 Sekunden Rückstand, durfte sich aber erneut als Nutznießer der silbernen Pechsträhne 2005 fühlen. Verhinderte doch drei Umläufe vor Schluß Heidfeld-Ersatz Antonio Pizzonia (BMW-Williams) mit dem Abschuß von Juan Pablo Montoya einen sicher geglaubten britisch-schwäbischen Doppelsieg. "Pizzonia ist aufgefahren. Das war unnötig", klagte Mercedes-Teamchef Norbert Haug. Die Rennleitung sah es genauso: Der Unfallverursacher wurde mit einer Geldstrafe von 8000 Dollar belegt.

In dem turbulenten Rennen hatte es in Runde 14 auch Michael Schumacher erwischt. Der Weltmeister auf Abruf wurde im Ferrari auf Platz zehn liegend von BAR-Honda-Pilot Takuma Sato von der Piste geschoben – woraufhin er sich den Japaner noch auf der Piste vorknöpfte. Den dortigen Wortlaut verschwieg der 36jährige lieber ("Es schauen ja noch Kinder zu"), doch später schimpfte er: "Ich glaube, wir haben schon öfter Harakiri-Aktionen von ihm erlebt. Wir haben schon oft mit ihm gesprochen. Ich weiß nicht, welche Therapie jetzt noch bei ihm hilft." Sato entschuldigte sein Verhalten mit blockierten Bremsen, wird aber dennoch in der Startaufstellung von Sao Paulo zehn Plätze nach hinten versetzt.

Heidfeld kollidiert mit Motorradfahrer

Schumis Aus war ein schwerer Crash von Giancarlo Fisichella (ITA) im zweiten Renault R25 vorausgegangen, der in der zwölften Runde ausgangs der berüchtigten Eau Rouge bei rund 300 km/h abflog, aber unverletzt blieb. Die folgende Safety-Car-Phase brachte das Feld wieder zusammen, die Teams nutzten die Zeit zum Boxenstop.

Größter Nutznießer schien Ralf Schumacher zu werden, als er sich zwischenzeitlich auf Rang zwei verbesserte. Bei einem erneuten Reifenwechsel in der 25. Runde verzockten sich die Toyota-Ingenieure allerdings, der 30jährige fiel wieder auf den siebten Platz zurück, auf dem er das Rennen auch beendete. An der Spitze bauten Montoya und Räikkönen ihren Vorsprung wieder aus, wobei der zum Siegen verdammte Finne immer näher an den Kolumbianer herankam. Nach einem erneuten Stop zehn Runden vor Schluß kehrte Räikkönen dann vor Montoya auf die Strecke zurück, ehe Pizzonia seinen Auftritt hatte.

Wenig Freude an diesem Wochenende hatte auch Nick Heidfeld. Für den BMW-Williams-Piloten, der nach einem Testunfall vom 26. August auch in Spa pausierte, endete ein Fitneß-Test auf dem Fahrrad in Stäfa (Schweiz) äußerst unschön. Der 28jährige erlitt am Samstagabend bei einem selbstverschuldeten Zusammenstoß mit einem Motorradfahrer einen Riß des rechten Schulterblattes, eine Verstauchung eines Fingers sowie mehrere Schürfwunden – das Aus für Brasilien.

Endergebnis

WM-Fahrerwertung

WM-Teamwertung

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