GP von Deutschland 2005

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GP von Deutschland 2005

— 25.07.2005

Kimis Hockenheim-Fluch

So viel Pech gibt's doch gar nicht! Räikkönens Silberpfeil streikt auch in Hockenheim. Alonso profitiert, Schumi wird überholt.

Kimis fünfter Ausfall in Hockenheim

Er kann Gas geben, wie er will – das Pech holt Kimi Räikkönen stets wieder ein. Auch beim Großen Preis von Deutschland, dem zwölften WM-Lauf der Formel-1-Saison 2005, wurde der rasende Finne von einem technischen Defekt gestoppt. Diesmal war es die Hydraulik, die seinen Silberpfeil in der 36. Runde lahmlegte. Profiteur war erneut Kimis großer Rivale Fernando Alonso, der sich mit seinem sechsten Saisonsieg den WM-Titel fast schon in die Tasche steckte.

Bis zu seinem bitteren Aus hatte der Iceman das Geschehen auf dem 4,574 Kilometer langen Kurs nach Belieben beherrscht und einen satten Vorsprung auf Alonso herausgefahren. Am Ende jedoch gewann der Renault-Pilot das Rennen nach 67 Runden (306,458 Kilometer) in 1:26:28,599 Stunden mit 22,569 Sekunden Vorsprung souverän vor Juan Pablo Montoya und dem Briten Jenson Button im BAR-Honda. Der kolumbianische Silberpfeil-Pilot kämpfte sich in einer beeindruckenden Aufholjagd vom 20. Startplatz auf Rang zwei vor.

Montoyas rasante Fahrt zeigte, was in dem MP4-20 steckt: Tempo. Das hatte auch Norbert Haug erkannt. Aber: "Unsere Zuverlässigkeit muß so gut werden wie unser Speed", erklärte der Mercedes-Sportchef – nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Worte, die der tragischen Figur des Formel-1-Jahres nichts nützten. Statt erstmals beim Mercedes-Heimrennen zu triumphieren, setzte Räikkönen seine schwarze Serie von fünf Ausfällen in Hockenheim fort. Es war sein dritter Ausfall 2005 nach Imola und dem spektakulären Abflug auf dem Nürburgring. In Magny-Cours und Silverstone brachten den 25jährigen zudem Motorenwechsel nach Schäden im Training um den möglichen Sieg.

Schumi frenetisch gefeiert

Ein Mann wurde von rund 100.000 Fans frenetisch gefeiert, obwohl er mal wieder hinterherfuhr: Michael Schumacher. 51,690 Sekunden lag der siebenmalige Weltmeister am Ende hinter Alonso zurück. Schwindender Grip an seinem Bridgestone-bereiften Ferrari kostete ihn kurz vor der Zielflagge noch Platz vier, der an Giancarlo Fisichella im zweiten Renault ging. Ralf Schumacher (Kerpen) holte im Toyota als Sechster hinter seinem Bruder drei Punkte. BMW-Williams-Vertreter Nick Heidfeld (Mönchengladbach) ging als Elfter erneut leer aus.

Dabei hatte Schumi einen Start nach Maß erwischt und sich vom fünften auf den dritten Platz hinter Pole-Mann Räikkönen und Alonso vorgeschoben. Auch Heidfeld verbesserte sich um zwei Positionen auf Rang fünf. Nach dem abwechslungsreichen Auftakt mit etlichen Überholmanövern, kleineren Scharmützeln und Mark Webbers (BMW-Willams) Ausfall im ersten Umlauf beruhigte sich das Geschehen. Räikkönen baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus, Schumacher mußte den direkten Kontakt zur Spitze früh abreißen lassen. Pro Runde verlor er rund eine Sekunde auf den davonziehenden Finnen.

Als Alonso und Schumacher in der 23. Runde zum ersten Tankstopp die Box ansteuerten, konnte Räikkönen seinen Vorsprung zunächst weiter vergrößern. Er bekam zwei Umläufe später Sprit und lag danach 11,8 Sekunden vor seinem Renault-Rivalen. Eine Viertelstunde später kam dann der Schock für den Silberpfeil-Piloten. Schumacher lag danach lange auf dem zweiten Platz, mußte aber den permanent Druck machenden Button in der 45. Runde vorbeiziehen lassen. Nachdem sich Montoya kurz darauf auf Platz zwei verbessert hatte, wurde Schumi wenige Meter vor dem Ziel auch noch von Fisichella einkassiert.

Ergebnis und WM-Wertung

Vor dem Großen Preis von Ungarn am nächsten Sonntag führt Alonso die Fahrerwertung klar mit 87 Punkten an. Der 23 Jahre alte Asturier hat bei sieben noch ausstehenden Grand Prix bereits 36 Punkte Vorsprung vor Räikkönen (51). Michael Schumacher (47) ist Gesamtdritter.

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