GP von Großbritannien 2005

GP von Großbritannien 2005

— 08.07.2005

Silverstone: Safety first

Bombenterror in London: Der Schock reicht 110 Kilometer nördlich bis nach Silverstone. Dort wurden sogar die Fahrer gefilzt.

Eine Absage des Formel-1-Rennens in Silverstone (Sonntag, 10. Juli 2005, 14 Uhr) steht trotz der verheerenden Terroranschläge in London nicht zur Diskussion. Die meisten Fahrer zeigten sich zwar am Donnerstag erschüttert, an einen Startverzicht denken sie aber nicht. "Es ist traurig, was passiert ist. Aber es gibt eine Zukunft", sagte Michael Schumacher. Der Weltmeister weilte noch am Morgen mit Ehefrau Corinna in einem Londoner Hotel, ehe er mit einem Helikopter zu Sponsoren-Terminen flog. Von den schrecklichen Ereignissen in der Hauptstadt erfuhr der Ferrari-Fahrer erst in Silverstone.

Trotz allem fühlt sich der 36jährige auf der Insel sicher: "Speziell nach diesen Geschehnissen wird man in England extrem bemüht sein, daß so etwas nicht wieder passiert." In der Tat. Zu dem ohnehin üblichen Einsatz von Spürhunden wurden in Silverstone – ca. zwei Autostunden nördlich von London gelegen – die Kontrollen an Eingang und Fahrerlager verschäft. Selbst die Hauptdarsteller bekamen das zu spüren: Sowohl Ralf Schumachers Aktentasche als auch der Privat-Pkw von WM-Spitzenreiter Fernando Alonso wurden gründlich inspiziert.

Besonders betroffen war naturgemäß Lokalmatador Jenson Button, geboren in Frome/Somerset, gut 200 Kilometer von London entfernt. "Wir sind tief geschockt", meinte der BAR-Honda-Pilot. Auch er wandte sich aber gegen eine möglich Rennabsage: "Unser Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien. Doch wir sollten gerade jetzt den Fans am Sonntag die beste Show bieten." Nick Heidfeld fühlte sich beim Anblick der Fernsehbilder an den 11. September erinnert. Dennoch sprach sich auch der Mönchengladbacher dafür aus, am Sonntag zu starten: "Sonst wäre es genau das, was die Terroristen wollen."

Donnerstag früh waren in der britischen Hauptstadt vier Bombenanschläge in zwei U-Bahn-Stationen, einer U-Bahn und einem Doppeldecker-Bus verübt worden. Nach letztem Stand kamen dabei mindestens 37 Menschen ums Leben, mehr als 700 wurden verletzt. Die Verantwortung für die Anschläge hat eine bisher unbekannte El Kaida-Gruppe übernommen.

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