Regen in Monte Carlo

GP von Monaco 2008

— 22.05.2008

Der Regen kommt, die Fahrer stöhnen

Der Große Preis von Monaco wird zum Rennen mit Crash-Garantie. Die Wetterfrösche geben eine Regenwahrscheinlichkeit von 90 bis 100 Prozent an. Und die Piloten befürchten ein Chaos.

Vor dem wichtigsten Formel-1-Rennen des Jahres in den Straßenschluchten Monte Carlos geht die Angst vor einem Crash-Festival um. Bis zu 100 Prozent Regenwahrscheinlichkeit prognostizieren die Meteorologen für den Großen Preis von Monaco am Sonntag, 25. Mai 2008. Die geringen Erfahrungen der Piloten mit den Bedingungen ohne Traktionskontrolle könnten zu vielen Unfällen und wenig Rennfluss im Fürstentum führen. Die Sorge um die Sicherheit wächst. "Im Regen wird es extrem schwierig. Besonders hier in Monaco, da mache ich mir echt Gedanken. Vergangenes Jahr haben die Reifen nicht funktioniert. Wenn das passiert, ohne Traktionskontrolle, dann wird es richtig interessant", sagte Williams-Fahrer Rosberg. Der 22 Jahre alte Wiesbadener, der im Fürstentum lebt, erklärte weiter, man sei an das Fehlen der elektronischen Fahrhilfen bereits gewöhnt, aber nur bei trockenen Bedingungen. Bislang habe er erst "vielleicht zwei, drei Tage" bei Regen getestet. "Wir werden mit Sicherheit ein paar Schwierigkeiten sehen", sagte Rosberg.

Crash-Rennen vorprogrammiert

In der Qualifikation zum Rennen des Jahres 2005 erwischte es Ralf Schumacher. Wie viele erwischt es 2008?

Das Fehlen der Traktionskontrolle bereitet auch den Verantwortlichen in Monaco einiges Kopfzerbrechen. "Das ist hochkritisch, umso kritischer, je weiter hinten man in der Startaufstellung steht. Die Unfallgefahr ist einfach hier sehr groß", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen und erklärte die Gefahren: "Im Regen verschätzt man sich leichter, weil die Bremswege sich von Minute zu Minute verändern und ist dann automatisch in den Leitplanken, weil es keine Auslaufzonen gibt. In der Regel heißt das dann auch gleich, dass noch ein, zwei, drei Autos hintendrauf fahren." Auch beim Konkurrenten McLaren-Mercedes rechnet man mit vielen Unterbrechungen. "Ich wünsche mir keine Unfälle, aber wir müssen viele Safety-Car-Phasen aufgrund von Crashs einkalkulieren", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. BMW-Sauber-Pilot Heidfeld befürchtet ebenfalls zahlreiche Safety-Car-Phasen durch Ausfälle auf dem engen Stadtkurs. Sollte es tatsächlich regnen, wie es die Wetterfrösche vorhersagen, wäre "die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass es hier einen Überraschungssieger gibt. Ohne die Traktionskontrolle bin ich auch mal gespannt. Wir haben bei den letzten Rennen schon mehrere Fehler gesehen. Aber dann bei Regen, was wir dieses Jahr noch nicht gesehen haben, und noch in Monaco: Das wird schon spannend."

Die schlimmsten F1-Unfälle von Monte Carlo, die Brennpunkte der GP-Strecke, und was die Fahrer vom Monaco Grand Prix halten, lesen Sie in AUTO BILD MOTORSPORT 11/2008. Ab 23. Mai an Ihrem Kiosk.

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