GP von Spanien 2006

GP von Spanien 2006

GP von Spanien 2006

— 15.05.2006

Weltmeister schlägt Rekordweltmeister

Michael Schumacher mußte sich in Barcelona seinem Rivalen Fernando Alonso beugen. Der Ferrari-Pilot hat jetzt 15 Punkte WM-Rückstand.

Im Schongang rollte Fernando Alonso über den Zielstrich. Er hätte wahlweise noch einen kurzen Boxenstopp einlegen oder auf den letzten Metern entspannt den Ellbogen auf den Rand seines Cockpits legen können wie ein Cabriofahrer beim Sonntagsausflug ans Meer. Er entschied sich schließlich für eine interessante Zeremonie und fuhr in Schlangenlinien seinem dritten Saisonsieg entgegen.

Ganz lässig gab Alonso die Antwort auf die zwei Niederlagen in Folge gegen Michael Schumacher. Beim Großen Preis von Spanien hieß es wieder: Weltmeister schlägt Rekordweltmeister. 18,5 Sekunden führte der Renault-Pilot am Ende vor dem Ferrari-Rivalen. Er stellte in der Gesamtwertung den alten Vorsprung auf Schumacher von 15 Punkten her. "Das war ein psychologisch wichtiger Sieg, ähnlich wie der auf dem Nürburgring für Ferrari", jubilierte Renault-Entwicklungschef Pat Symonds. Alonso hat nicht nur Renault zurück in den Siegestaumel versetzt. Er hat auch dem Druck widerstanden, sich vor dem anspruchsvollen Publikum zu beweisen.

In den Vorjahren hatten Alonsos Anhänger ihre Fahnen enttäuscht zusammenrollen müssen, auf dem Circuit de Catalunya konnte ihr Held nie groß auftrumpfen. Gestern war der Kurs mit 130.000 Zuschauern bis auf die letzte Sitzschale ausverkauft, und endlich gab es den ersehnten Einklang. Die Fans berauschten sich an Alonso, und die Kulisse in Renault-blau versetzte den ersten Chauffeur des Landes in einen Rausch. "Was gibt es Schöneres, als mit über zehn Sekunden zu führen und die letzten Runden an einer blaugefärbten Tribüne vorbeizufahren?" gluckste Alonso. "Von diesem Tag habe ich lange geträumt."

Von Beginn an zog Fernando Alonso ungefährdet seine Bahnen. Beim Qualifying hatte er die Pole-Position erobert, während Schumacher noch an seine Chance glaubte: "Im Rennen werden wir sehr stark sein." Doch bereits nach zwölf Runden schwoll Schumachers Rückstand zum Vordermann auf über zehn Sekunden an, und näher sollte Schumacher auch die verbleibenden 54 Runden nicht an ihn herankommen. "Wir haben das Rennen am Anfang verloren", bilanzierte Schumacher. "Wir waren nicht schnell genug, was erstaunlich ist, weil wir zwar am Freitag schnell waren, aber langsamer wurden. Die Bedingungen haben sich offensichtlich geändert."

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