GP von Ungarn 2005

GP von Ungarn 2005

— 01.08.2005

Viele Sieger, ein Verlierer

Rckschlag fr den spanischen Titelaspiranten: Alonso bleibt ohne Punkte, Raikknen gewinnt, die Schumi-Brder auf Platz zwei und drei.

Alonso zum ersten Mal punktlos

Budapest Der Groe Preis von Ungarn hatte viele Sieger und einen Verlierer. Fernando Alonso, Titelaspirant und Fhrender in der WM-Gesamtwertung, kam nur als Elfter ins Ziel. Sein schrfster Konkurrent, Kimi Rikknen, konnte dagegen mit dem ersten Platz zehn Punkte gut machen und meldet sich zurck im Titelkampf. Michael Schumacher fuhr zwar lange Zeit an der Spitze des Rennens, wurde aber durch die bessere Mercedes-Taktik auf Platz zwei verdrngt. Mit dem dritten Podestplatz feierte Ralf Schumacher im Toyota sein bisher bestes Saisonergebnis.

Whrend bei Ferrari und Mercedes die Champagnerkorken knallten, verzog sich Fernando Alonso in die schattige Garage seines Renault-Teams. Als Elfter kam er zum ersten Mal in dieser Saison nicht auf einen Punkterang. Sein Vorsprung auf McLaren-Mercedes-Pilot Rikknen schmolz bei noch sechs ausstehenden Rennen auf 26 Punkte. "Es sieht wieder etwas besser aus", sagte der Finne trocken, whrend Teamchef Ron Dennis proklamierte: "Wir sind zurck in der Weltmeisterschaft."

Das wollte beim Ferrari-Team niemand behaupten. "Ich war zufrieden mit der Geschwindigkeit, aber mit jeder Runde wurden die Reifen schlechter", bilanzierte Noch-Weltmeister Michael Schumacher. Im letzten Renndrittel stellte sich wie schon vor einer Woche in Hockenheim arger Gummi-Verschlei ein. "Ich habe gehofft, um den Sieg zu fahren, aber auch so einen groen Schritt nach vorn gemacht. Fr Moral und Motivation war es wichtig, das Resultat einzufahren", erklrte Schumi etwas geqult.

Spektakulrer Crash zu Rennbeginn

Dabei hatten die Erstplazierten Glck, da sie beim Start nicht in Schwierigkeiten gekommen waren. Der Red Bull von Christian Klien drehte sich in der ersten Kurve nach einem Zusammensto einmal um die Lngsachse. Der sterreicher entstieg dem Wrack benommen, aber unverletzt. Anschlieend schnitt Ralf Schumacher im Startgetmmel Alonso auf der Innenseite, der Spanier touchierte im Gegenzug mit dem Frontflgel Schumachers Hinterreifen. Die angebrochene Nase des Renault wirbelte daraufhin durch die Luft und krachte direkt vor David Coulthard auf die Strecke. Beim zweiten Red-Bull-Piloten brach deshalb die Radaufhngung er rumpelte ins Aus.

Ralf Schumacher wollte nicht der Auslser der folgenreichen Kettenreaktion gewesen sein: "Was habe ich getan? Jemanden berhrt? Das habe ich nicht gemerkt." Mit seiner Leistung war er dagegen zufrieden: "Wir waren bisher gut in der Qualifikation und haben das endlich dank einer perfekten Strategie auch im Rennen hinbekommen."

An der Spitze des Rennens berboten sich Schumacher und Rikknen gegenseitig mit schnellsten Rundenzeiten. Rikknen trieb Schumacher vor sich her, konnte aber trotz eines Rckstands von weniger als halben Sekunde nicht berholen. Erst der zweite Tankstopp des Weltmeisters in Runde 35 beendete die Hatz: Rikknen bog eine Runde spter ab, hielt eine Sekunde krzer und kam so vor Schumacher zurck.

Ergebnis und WM-Wertung

Die Mercedes-Strategie des Abwartens ging damit auf. "Das war der entscheidende Moment", haderte Schumacher. "Htte ich etwas lnger drauen bleiben knnen, wre Kimi nicht vorbeigekommen. So war es die Wende."

Denn nachdem der zwischenzeitlich in Fhrung liegende Juan Pablo Montoya in Runde 40 wegen eines Schadens an der Antriebswelle ausschied, war der Weg frei fr seinen Mercedes-Teamkollegen Raikknen. Ohne den Defekt, mit dem auch Raikknen schon einmal ausgeschieden war, htte Mercedes sogar den Doppelsieg in Ungarn geholt. Deshalb war die Freude des Finnen verhalten: "Immer, wenn es vorwrts zu gehen scheint, schmeien wir im nchsten Rennen zehn Punkte weg."

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