GP von Ungarn 2006

Großer Preis von Ungarn 2006 Großer Preis von Ungarn 2006

GP von Ungarn 2006

— 07.08.2006

Favoriten patzen

Erster Formel-1-Sieg für Jensen Button. Michael Schumacher und Fernando Alonso scheiden aus. Schumi erhält dennoch einen Punkt.

Dramatik pur um die beiden Titelrivalen Michael Schumacher und Fernando Alonso beim Großen Preis von Ungarn: Erst kostete eine lockere Radmutter den klar führenden spanischen WM-Spitzenreiter den scheinbar sicheren Sieg. Dann rollte der immer langsamer werdende Schumacher in der drittletzten Runde wegen einer gebrochenen Vorderradaufhängung aus. Nach der Disqualifikation des Polen Robert Kubica gab es dann für den am Ende auf Platz acht gewerteten Ferrari-Star doch noch einen WM-Punkt.

Damit kann der 37-Jährige in den letzten fünf Rennen wieder aus eigener Kraft Weltmeister werden. Der BMW des Polen Kubica war beim Wiegen nach dem Rennen als zu leicht befunden wurde. Nach dem ebenso spannenden wie verrückten Regen-Grand-Prix von Budapest liegt der Rekord-Weltmeister aus Kerpen vor der dreiwöchigen Sommerpause mit 90 Punkten nun zehn Zähler hinter Titelverteidiger Alonso (100). Der erste Grand-Prix-Sieg des britischen Honda-Pilot Jenson Button in seinem 113. Formel-1-Rennen ging angesichts der Dramatik eben so unter wie Nick Heidfelds Podiumsplatz. Der BMW-Pilot aus Mönchengladbach belegte hinter dem Spanier Pedro de la Rosa im McLaren-Mercedes den dritten Rang.

Schumacher und Alonso waren die bestimmenden Figuren beim 13. Saisonlauf. Obwohl sie wegen ihrer jeweiligen Zwei-Sekunden-Strafen nach Regelverstößen im Training nur von den Plätzen elf bzw. 15 in dieses erste Regenrennen des Jahres gehen konnten, beherrschten sie das Geschehen nach Belieben.

Lachender Dritter: Nach den Ausfällen von Alonso und Schumacher war für Jenson Button der Weg zum Sieg frei.

Michael Schumacher sah mit seinen im Nassen konkurrenzlosen Bridgestone-Reifen auf dem 4,381 Kilometer langen Hungaroring lange wie der klare Verlierer aus. Nach zuletzt drei Siegen in Serie war der Kerpener gegen Alonso ohne Chance – bis dieser in der 52. von 70 Runden völlig frustriert seinen Renault in der Auslaufzone abstellen musste. Beim verpatzten letzten Boxenstopp hatte ein Mechaniker offensichtlich die Radmutter hinten rechts nicht richtig angezogen. Dann wurde auch der Deutsche ein Opfer eines technischen Defekts.

Ralf Schumacher reichte es im Toyota zum sechsten Rang. Für Nico Rosberg war das Rennen bereits nach 21 Runden vorbei: Der Williams-Pilot aus Wiesbaden musste seinen Wagen wegen eines technischen Defekts abstellen und blieb damit zum achten Mal in Folge ohne WM-Punkte. Jubilar Kimi Raikkönen musste seinen Traum vom zehnten Sieg im 100. Grand Prix in der 27. von 70 Runden begraben: Der von der Pole-Position aus gestartete Finne torpedierte mit seinem McLaren-Mercedes im strömenden Regen beim Überholversuch den Italiener Tonio Liuzzi. Um den Schrott von der Strecke räumen zu können, musste das Safety Car ausrücken, wodurch das Rennen neutralisiert wurde.

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