GP3: Kubica testet für Trident

GP3: Kubica testet für Trident

— 20.04.2017

Ex-Formel-1-Star übt im GP3

Robert Kubica hat zwar seine WEC-Karriere vorerst auf Eis gelegt, aber dafür erstmals seit seinem schweren Rallye-Crash 2011 wieder in einem Formel-Rennwagen getestet.

Robert Kubica ist zurück im Formel-Rennwagen! Der Pole testete im italienischen Franciacorta für das italienische Trident-Team einen GP3-Rennwagen. 70 Runden drehte der ehemalige BMW-Sauber-Formel-1-Pilot auf der 2,519 Kilometer langen Bahn. Der GP3-Flitzer ist ein Nachwuchsrenner von Dallara, angetrieben von einem 400 PS starken 3,4-Liter-V6-Mécachrome-Motor. Nach dem Test erklärte Robert Kubica gegenüber Autosport: „Ich bin zurück in dem Wasser, in dem ich viele Jahre geschwommen bin. Das ist ein tolles Gefühl.“

In den 76 Grand Prix, die Kubica von 2006 bis 2010 für BMW Sauber und Renault bestritt, machte der 32-Jährige eine so gute Figur, dass er als kommender Weltmeister gehandelt wurde. Von einem Ferrari-Vorvertrag war die Rede, spätestens nach seinem Sieg in Kanada 2008 im BMW Sauber auf jeden Fall von einer großen Formel-1-Zukunft.
Kubica will einen Formel-1-Test: Hier nachlesen

Dann kam der Februar 2011 und mit ihm ein heftiger Unfall bei einer italienischen Rallye-Veranstaltung. Kubica zog sich dabei so schwere Armverletzungen dazu, dass er noch heute seinen rechten Arm nur eingeschränkt bewegen kann. Das reichte, um in der Rallye-WM an den Start zu gehen, aber nicht für ein Formel-1-Comeback.

Schwerer Start für das deutsche ByKolles-Team in der WEC

Inzwischen fährt Kubica wieder Rundstreckenrennen. 2017 sollte er eigentlich für das deutsche ByKolles-Team einen LMP1-Rennwagen in der Sportwagen-WM steuern. Doch nach dem Prolog in Monza zog Kubica die Reißleine, erklärte die Trennung vom Kolles-Team. Die Gründe dafür hat er nie kommuniziert.

ByKolles jedenfalls hat einen äußert problematischen Saisonauftakt in Silverstone hinter sich. Im Rennen kam der LMP1-Prototyp nur auf Rang 28 ins Ziel – mit 45 Runden Rückstand auf den Sieger Toyota. Im Qualifying fehlten auf einer Runde fast zehn Sekunden auf Toyota, sogar vier kleinere LMP2-Prototypen konnten sich vor dem Kolles-Nissan qualifizieren.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller / Picture-Alliance

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