GT5-Entwickler im Interview

Test Gran Turismo 5 Prologue Test Gran Turismo 5 Prologue

Gran Turismo 5 Prologue

— 20.03.2008

Realismus hat einen Namen

Simulation oder Wirklichkeit? Beim nagelneuen Rennspiel Gran Turismo 5 Prologue verwischt diese Grenze immer mehr. autobild.de saß im digitalen Cockpit und staunte nicht schlecht.

Am 26. März 2008 ist es so weit: Die fünfte Generation des Rennspiele-Klassikers Gran Turismo ist da. Zunächst allerdings nur als "Prologue"-Version – also der Appetitanreger zur finalen Ausgabe, die Ende des Jahres in die Läden kommt. Trotzdem hat auch der Vorbote das Zeug, aus gestandenen Männern quengelnde Kinder zu machen. Allein die technischen Details sprechen für sich: Butterweiche 60 Bilder pro Sekunde in HDTV-Qualität mit 1080 Zeilen (1920x1080 Pixel) und detaillierte 3D-Modelle, deren Standbilder nicht mehr von einem Foto zu unterscheiden sind, sorgen für einen bislang unübertroffenen Realismus.

Einsteigen, Anmachen, Eintauchen

Ich durfte für autobild.de schon mal vorab im Cockpit von GT 5 Prologue Platz nehmen. Schnell wurde klar, dass das Ganze mehr als nur eine Vorspeise ist: Das High-Definition-Fahrerlebnis wartet mit 71 Fahrzeugen auf (siehe Tabelle), dazu kommen fünf Strecken, Fahrphysik, Grafik und KI aus der finalen Version sowie Online-Rennen für bis zu 16 Piloten. Die authentischen Wagenmodelle rasen mit derart realistischen Licht- und Spiegeleffekten über den Bildschirm, dass man das Gefühl hat, wirklich an einem Rennen teilzunehmen – im Fachjargon nennt man das Immersion. Und die wird zusätzlich durch die unglaublich gut umgesetzte Cockpit-Ansicht verstärkt. Für eingefleischte Fans macht sich leichte Ernüchterung höchstens beim Blick auf die Strecken breit: Der Kurs von Suzuka, die hügelige Berg- und Tal-Strecke aus der Demoversion "Eiger Nordwand", das Daytona Oval und der Fuji Speedway sind alte Bekannte – allerdings sahen sie noch nie so gut aus. Absolut neu ist der grandiose Stadtparcours in London, wenn man mal vom High-Speed-Ring als nicht wirklich ausgearbeitetetem Parcours absieht. Die Strecken lassen sich jetzt auch rückwärts oder wie in Daytona durch den "Infield Course" modifiziert spielen.

Neuer Realismus-Maßstab

Die detaillierten 3D-Modelle sind beim Screenshot nicht mehr von einem Foto zu unterscheiden.

Das bewährte Spielprinzip bleibt so gut wie unangetastet. In den C-, B-, A- und Super-Klassen scheffelt der Zocker Kreditsummen, um weitere Autos anzuschaffen. Dabei dürfen einige Rennen nur mit bestimmten Modellen absolviert werden. Ganz anders sieht das natürlich bei den spielbestimmenden Faktoren KI und Fahrphysik aus: Die Generalüberholung macht sich sofort bemerkbar. Während sonst die Wagen auf dem Fuji Speedway wie an einer Perlenschnur über den Asphalt fegen, simuliert die künstliche Intelligenz menschliches Verhalten. Die Gegner machen ab und zu kleine Fehler, setzen zum falschen Zeitpunkt zum Überholmanöver an oder holpern auch mal unbeholfen über den Seitenstreifen. Rüpelhafte Rempeleien kann man sich getrost abschminken – die GT5-Justizia blockiert sofort für einige Sekunden das Gaspedal. Bleibt zu hoffen, dass sie auch ab und zu die Augenbinde abnimmt und richtig entscheidet. Denn wenn dieser Strafmodus einmal falsch ausgelegt wird, kann schnell Frust aufkommen.

Schadensmodell: Fehlanzeige

In Sachen Fahrphysik bekommt das Spiel von mir nur gute Noten. Wenn sich ein Audi TT durch die Londoner Innenstadt schlängelt, ist das die eine Sache. Der Alfa 147 dagegen nimmt enge Kurven mit einem komplett anderen Feeling. Das Ganze kommt erfreulicherweise ohne "Burnout Paradise"-Blureffekte und übertriebene Geschwindigkeit aus. "Prologue" spielt sich äußerst realistisch, das war bei den Vorgängern natürlich auch schon so. Das Entwicklerstudio Polyphony Digital hat sich beim Feintuning selbst übertroffen: An Lastwechseln, Bremsverhalten und Kurvenlage gibt es nichts mehr auszusetzen. Einziges Manko: Überschlags-Szenarien und ein Schadensmodell bleiben nach wie vor Wunschtraum. Die Autohersteller hätten was dagegen, lautet die Begründung des Entwicklers. So richtig will man das allerdings nicht glauben, wenn sich die gleichen Wagen im Spiel "Need for Speed Pro Street" detailgetreu um die Leitplanke wickeln. Einen weiteren Abstrich müssen die Tuningfans unter den Prologue-Spielern machen: Technisches und optisches Pimpen ist erst für die finale Version vorgesehen. Dennoch gibt's für Gran Turismo 5 Prologue ein positives Single-Player-Resümee. Grafik, KI und Handling setzen neue Maßstäbe. Auch mit den bekannten Strecken steigen Spielspaß, Immersion und Ehrgeiz in süchtig machende Sphären.

Eigenes Museum inklusive

Jetzt noch ein Detail, das die Investition von 40 Euro bereits alleine rechtfertigt: Die Rede ist vom Online-Arcade-Modus, der von vormals acht Gegnern auf der Playstation II (GT4) auf bis zu 16 im Falle der Playstation III (GT5) erweitert wurde. Und wenn nachts um halb drei die echten Gegner ausbleiben, wird der Kader einfach durch KI-Bots aufgefüllt. Zusätzlich lassen sich online über den spieleigenen GT-TV-Sender permanent Inhalte aus den Bereichen Motorsport oder Herstellernews abrufen. Als Goodie für entspanntere Stunden bietet "Gran Turismo 5 Prologue" schließlich ein spieleigenes Museum mit spektakulären Autos, die bei GT schon an den Start gegangen sind.
Und diese Wagen sind in "GT5P" fahrbar:
Acura NSX '91
Alfa Romeo 147 TI 2.0 TWIN SPARK '06
Alfa Romeo Brera Sky Window 3.2 JTS Q4 '06
Amuse S2000 GT1 Turbo
Amuse/Opera Performance Gran Turismo 350Z RS
Art Morrison Corvette '60
Aston Martin DB9 Coupe '06
Audi R8 4.2 FSI R tronic '07
Audi TT Coupe 3.2 quattro '07
Blitz Dunlop ER34 '07
BMW 135i Coupe '07
BMW 135tii '08
BMW M3 Coupe '07
BMW Z4 '03
Chevrolet Corvette Z06 (C6) Tuned Car
Chevrolet Corvette Z06 '06
Citroen C4 Coupe 2.0VTS '06
Clio Renault Sport V6 24V Tuned Car
Daihatsu Copen Active Top '02
Daihatsu OFC-1 '07
Dodge Viper GTS
Dodge Viper SRT10 Coupe
Dodge Viper SRT10 Coupe Tuned Car
Ferrari 512BB '76
Ferrari 599 '06
Ferrari F40 '92
Ferrari F430 '06
Ford Focus ST '06
Ford GT '05
Ford GT Tuned Car
Ford Mustang V8 GT Coupe Premium '07
Honda Integra TYPE R '04
Honda NSX Type R '02
Jaguar XK Coupe '06
Lancia Delta HF Integrale Evoluzione '91
Lexus IS F '07
Lexus IS F Tuned Car
Lotus Elise 111R '04
Lotus Elise 111R Tuned Car
Lotus Elise '96
Lotus Elise Tuned Car
Mazda Atenza Sport (2007 Tokyo Motor Show reference exhibit)
Mazda RX-7 (FD) Special Tuned Car
Mazda RX-7 Spirit R Type A (FD) '02
Mazda RX-7 Spirit R Type A (FD) Tuned Car
Mazda RX-8 Type S '03
Mercedes-Benz SL 55 AMG '02
Mine's BNR34 Skyline GT-R N1 base '06
Mini Cooper-S '06
Mitsubishi Lancer Evolution IX GSR '05
Mitsubishi Lancer Evolution X GSR Premium Package '07
Mitsubishi Lancer Evolution X GSR Tuned Car
Mitsubishi Lancer Evolution IX GSR Tuned Car
Nissan Fairlady Z Version S '07
Nissan GT-R '07
Nissan GT-R Proto '05
Nissan Skyline Coupe (V36) Tuned Car
Nissan Skyline Coupe 370GT Type SP '07
Nissan Skyline Coupe Concept '07
Nissan Skyline GT-R V-spec II Nur '02
Nissan Skyline Sedan 350GT Type SP '06
Peugeot 207 GTI '07
Peugeot 307 CC Premium AVN '04
RE Amemiya FD3S RX-7
Renault Clio Renault Sport V6 24V '00
Subaru Impreza Sedan WRX STI spec C Type RA '05
Subaru Impreza WRX STI (18inch BBS Wheel Option) '07
Suzuki Cappuccino '95
Suzuki Cappuccino Tuned Car
Suzuki Cervo SR '07
Suzuki Swift Sport '07
Suzuki Swift Sport Tuned Car
TVR Tamora '02
TVR Tuscan Speed 6 '00
VW Golf GTI '01
VW Golf V GTI '05

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