Grand Challenge 2005

Grand Challenge 2005

Grand Challenge 2005

— 10.10.2005

Rennen der Geisterfahrer

Zweite Auflage für die Rallye mit fahrerlosen Autos: VW Touareg "Stanley" fuhr als Erster ins Ziel und kassierte zwei Millionen Dollar.

Der computergesteuerte VW Touareg Stanley hat bei der zweiten "Grand Challenge" in der Mojave-Wüste im US-Bundestaat Nevada die Konkurrenz in den Schatten gestellt. Er überquerte nach rund sieben Stunden und 212 Kilometern als Erster die Ziellinie und kassierte satte zwei Millionen Dollar Siegprämie.

"Ich weiß nicht, ob man das Ereignis mit dem Mondflug vergleichen kann", sagte Turnierdirektor Anthony Tether der Zeitung "Mercury News". Aber dem ersten Motorflug der Wright-Brüder vor gut hundert Jahren sei es schon sehr nahe gekommen. Der Touareg R5 war von einem Rennteam der Universität Stanford entwickelt worden und brauchte für die Strecke 6:53 Stunden bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 30 km/h. Etwas später eingetrudelt waren ein umgebauter Hummer H1, ein Ford Escape mit Hybridantrieb und ein Truppentransporter vom Typ Humvee. Der mächtige 16-Tonnen-Roboter vom Team "TerraMax" schaffte es zwar auch ins Ziel, aber erst nach fast 13 Stunden – die Qualifikationsgrenze lag bei zehn Stunden Fahrzeit.

Diesmal schickten insgesamt 23 Rennteams ihre Roboter-Autos vor den Augen von 5000 Zuschauern auf die Rennstrecke. Beim ersten Rennen vor 18 Monaten hatte kein einziges mehr als 13 Kilometer geschafft. Veranstalter des Turniers ist eine technische Abteilung des US-Verteidigungsministeriums, die die Technologie für Roboter-Fahrzeuge vorantreiben will. Anvisiertes Ziel des Pentagons: Bis 2015 sollen 30 Prozent der militärischen Wagen von Computern gesteuert werden.

Autor: Michael Voß

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