Greenpeace-Plakat am Bundesumweltmisterium in Berlin

Greenpeace-Aktion in Berlin gegen Umweltminster Altmaier

— 16.05.2013

Altmaier päppelt Spritschlucker

Mit einem Plakat am Umweltminiterium kritisiert Greenpeace die Klimapolitik. Es zeigt Peter Altmaier, wie er ein SUV mit der Flasche füttert.

Klare Ansage auf dem Greenpeace-Plakat: "Herr Altmaier, Klima schützen statt Spritschlucker päppeln!"

(dpa) Acht Mitglieder der Umweltorganisation Greenpeace haben das Dach des Bundesumweltministeriums in Berlin besetzt. Mit der Aktion protestierten sie am 15. Mai 2013 gegen die Politik von Umweltminister Peter Altmaier (CDU), wie die Organisation mitteilte. Anlass für die Aktion seien die heute in Brüssel beginnenden Gespräche über die Grenzwerte des Kohlendioxidausstoßes von Neuwagen. Deutschland fordert höhere Werte als die EU-Kommission. Auf dem Dach des Ministeriums zeigte ein zehn mal zehn Meter großes Banner Altmaier, wie er mit einer Babyflasche einen Geländewagen füttert. Darunter steht: "Herr Altmaier, Klima schützen statt Spritschlucker päppeln!"
Hintergrund: Europa streitet um CO2-Ziele für Autos
Autos in Europa sollen klimafreundlicher werden und weniger vom Treibhausgas CO2 ausstoßen. Das haben die EU-Staaten und das Europaparlament schon 2009 beschlossen. So müssen die Autobauer bis zum Jahr 2015 einen Flottendurchschnitt von 130 g Kohlenstoffdioxid pro Kilometer für Neuwagen erreichen – schwere Wagen dürfen dabei mehr CO2 in die Atmosphäre pusten als leichte Autos. Bis 2020 soll der Durchschnittswert auf 95 Gramm CO2 pro Kilometer sinken. Für Kleinlaster gelten höhere Werte. Bei Verstößen drohen den Herstellern Bußgelder.
Nun beraten EU-Staaten, Europaparlament und EU-Kommission über Grenzwerte über das Jahr 2020 hinaus und über einige Sonderregelungen. Strittig ist zum Beispiel, wie stark die Produktionsanreize für CO2-arme Vehikel wie Elektroautos ausfallen sollen. Die Industrie soll diese gleich mehrfach für ihre Klimabilanz anrechnen lassen können. Umweltorganisationen sind die Pläne ein Graus: Sie sehen darin unnötige Erleichterungen für die Hersteller. Der europäische Branchenverband Acea und der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordern hingegen, dass Elektroautos stärker berücksichtigt werden sollen. Bis Ende Juni 2013 soll der Kompromiss stehen.
Quelle: dpa

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CO2-Emission

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