Rennspiel-Präsentation: GRID Autosport (2014)

GRID Autosport: Vorschau

— 04.06.2014

Mehr digitaler Rennsport

"GRID Autosport" ist der neueste Teil der Rennspielserie. Trotz des bekannten Namens wird vieles anders. Hier gibt's erste Details!

Björn Marek interviewte Gehan Pathiraja (Lead Car Handling Designer, links) zu GRID Autosport, dem dritten Teil von Codemasters Rennserie.

Ende Juni 2014 kommt mit GRID Autosport der neueste Multiplattform-Streich der britischen Codemasters-Studios. Aller guten Dinge sind drei, aber GRID Autosport will definitiv keine Fortsetzung seiner Vorgänger sein, wie uns Gehan Pathiraja, Lead Car Handling Designer, im Interview verrät: "Mit dem neuen Titel widmen wir uns ganz dem professionellen Motorsport, wollen ein realistisches Rennspektakel mit authentischem Handling und aufregenden Rennwagen bieten." Bei diesen Überlegungen berücksichtigte man unter anderem das Feedback der GRID-Gemeinschaft und von professionellen Rennfahrern. "Die Spezifikationen und Formen eines Fahrzeuges zu implementieren ist heutzutage nicht mehr wirklich schwer. Doch darüber hinaus muss man andere Maßstäbe ansetzen, um glaubhaft zu sein", so Pathiraja. "Hier lieferten uns erfahrene Rennfahrer wie Matt Neal, Jack Clarke oder Andrew Jordan ihre Eindrücke, testeten an den Konsolen das Fahrverhalten ihrer virtuellen Boliden und gaben Verbesserungsvorschläge. So haben wir es geschafft, eine perfekte Balance zwischen Simulation und Arcade zu erreichen und konnten die Grenzen der Fahrzeuge nahezu perfekt bestimmen."

Die Fahrphysik von GRID Autosport

Wer viel und hart über die Curbs schrubbt, dem kann im kommenden GRID Autosport das virtuelle Fahrwerk um die Ohren fliegen.

Ein weiterer nennenswerter Punkt bei GRID Autosport ist der Verschleiß der Betriebsteile im Lauf eines Rennens, so Pathiraja weiter: "Es gibt bei einer Kollision optische und physische Schäden am Fahrzeug, die sich in den Fahreigenschaften äußern. Hat der Kühler einen Treffer erhalten, kann es durchaus sein, dass die Leistung des Motors bei zu hoher Betriebstemperatur abnimmt. Oder die Dämpfer leiden durch zu viele rabiate Curb-Überquerungen. Zu stark durchdrehende Räder oder Drifts sorgen für Reifenabnutzung, ein Schalten im falschen Drehzahlbereich kann das Getriebe beschädigen, die Bremskraft lässt bei falschen Manövern mehr und mehr nach."
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GRID Autosport will dennoch keine trockene Simulation sein, weshalb der Spieler das Schadensmodell und die Fahrhilfen individuell einstellen kann. Auch dem Audio-Department ließ man eine gewichtige Rolle bei der Entwicklung zukommen: "Die Jungs haben jeden Sportwagen live vor Ort mit zahlreichen Mikrofonen erfasst, egal ob bei Leerlauf, Beschleunigung, Vorbeifahrt oder den Innenraumgeräuschen. Das Komplettpaket muss einfach authentisch sein.", erzählt uns Pathiraja.

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Ein wichtiger Faktor bei Racing-Games ist die künstliche Intelligenz im Spiel. "Unsere KI-Fahrer agieren je nach Fahrzeugklasse anders, sind etwa bei den Open-Wheel-Racern vorsichtiger und versuchen Berührungen zu vermeiden, um die eigenen Fahrzeuge mit den offenen Radaufhängungen nicht zu beschädigen. Bei einem Auto der britischen Tourenwagen-Trophy mit voller Karosserie kann es hingegen sein, dass der Spieler einen bewussten Treffer abbekommt. Es kann ja weniger schnell etwas kaputt gehen", so Pathiraja. "Die Computergegner wählen je nach Auto andere Überholpunkte, nutzen den Windschatten bewusster oder lernen aus nicht perfekten Fahrmanövern des Spielers."

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Mit GRID Autosport schicken die Entwickler auch das Team Radio ins Rennen. Der Spieler bildet zusammen mit einem Computerfahrer ein Rennteam und kann seinem Partner vor oder während des Rennens Verhaltensanweisungen geben. "Wer will, sagt seinem Teammate, dass er langsamer fahren und einen überholen lassen soll, um mehr Punkte für sich einzuheimsen. Oder er bittet ihn, die Gegner auszubremsen oder die Position einfach zu halten, statt weiter vorzufahren", erläutert uns Pathiraja. "Dabei gilt es natürlich immer das Gemeinwohl des Teams zu bedenken, zu viel Egoismus kann einen teuer zu stehen kommen."

Viele Optionen für Zocker

Lieber Querverkehr und wildes Tuning, als immer nur im Kreis orgeln? Im dritten GRID-Teil wird es auch Drift-Rennen geben.

GRID Autosport wird zur Markteinführung über 22 Schauplätze, etwa San Francisco oder den Sepang International Circuit in Malaysia, und mehr als 100 Streckenvariationen verfügen, mehr als doppelt so viele wie beim Vorgänger GRID 2. Zudem sind gleich fünf Spielmodi mit an Bord: Tourenwagen-Rennen, Open-Wheel-Racing, Straßenrennen bei Tag und Ausdauer-Races, die sogar nachts stattfinden. Optisch sind die Rennen im Mondschein ein Leckerbissen, die zudem viel Fahrspaß bereiten, wie wir uns beim ersten Anspielen überzeugen konnten. Dazu gibt es noch den unterhaltsamen Bereich Tuner Competition mit Zeit- und Driftrennen, bei denen es darum geht, möglichst quer stehend und mit viel Reifenrauch durch die Kurven zu jagen. Neben dem altbekannten Karrieremodus, bei dem auch Verträge für den Teampartner angenommen oder Sponsorenziele erfüllt werden müssen, spielt auch der Online-Multiplayer-Modus im neuesten Teil eine große Rolle: Mit einem eigenen Fortschrittssystem ausgestattet, bestreiten die Spieler Rennen und können dank der kostenlosen Community-Plattform RaceNet wöchentlich neue  Herausforderungen bewältigen. Clubgründung, Sponsorensuche und nicht zuletzt die Präsentation der eigenen Fahrzeuge

Ab dem 27. Juni brennt der Asphalt auf allen großen Konsolen und am PC: GRID Autosport ist da.

sind weitere wichtige Bestandteile des Online-Modus. Offline-Spieler können sich im heimischen Wohnzimmer über eine Splitscreen-Funktion freuen. Dass die Meinungen der bisherigen GRID-Spieler berücksichtigt wurden, zeigt insbesondere auch die Tatsache, dass die Cockpit-Ansicht (wieder) Einzug gehalten hat. "Dies war ein großer Wunsch unserer Community – und darauf muss man dann einfach hören. Die Spieler sind es schließlich, die den Erfolg der Serie ausmachen", resümiert Pathiraja.

GRID Autosport erscheint am 27. Juni 2014 für Xbox360, PlayStation 3 und PC. Auf Heimcomputern mit High-Performance-Ausstattung kann das Spiel sogar 4K-Texturen in HD-Auflösung mit 60 Bildern pro Sekunde darstellen.

Autor: Björn Marek

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