Großer Ärger bei BAR-Honda

Großer Ärger bei BAR-Honda

— 06.08.2004

Button kehrt zu BMW zurück

Rückruf der anderen Art: BMW-Williams einigt sich mit Jenson Button auf einen neuen Vertrag. Noch-Arbeitgeber BAR-Honda ist sauer.

Formel-1-Pilot Jenson Button kehrt überraschend zu BMW-Williams zurück – und sorgt damit für mächtig Ärger. Nur wenige Stunden nachdem der britisch-deutsche Rennstall den Coup bekannt gegeben hatte, kündigte Buttons derzeitiger Teamchef David Richards an, um den Verbleib des 24-Jährigen bei BAR-Honda kämpfen zu wollen. "So schnell geht das auch nicht. Button hat 2005 noch einen Vertrag bei uns", stellte Richards fest. Er machte keinen Hehl daraus, dass er von seinem Star enttäuscht ist. "Ich habe 400 Leute in der Fabrik, die hart arbeiten, und dann geht der Kerl, der die ganze Anerkennung einstreicht und gibt ihnen den Laufpass", schimpfte der Teamchef.

Button tauchte vorerst ab und war weder für Richards noch für BAR-Technikchef Geoff Willis zu erreichen. Lediglich in der BMW-Williams-Pressemitteilung ließ er ausrichten, dass er sich sehr über die Rückkehr freue und überzeugt sei, dass BMW die richtige Wahl sei für sein Ziel, Weltmeister zu werden. Button hatte seine Formel-1-Karriere vor vier Jahren bei BMW-Williams begonnen, musste das Team nach einem enttäuschenden Jahr aber wieder verlassen.

Williams-BMW hatte in der Nacht zum Freitag (6. August) den Transfer verkündet. Laut der Pressemitteilung einigten sich die Blau-Weißen mit dem Piloten auf einen langfristigen Vertrag – wahrscheinlich für zwei Jahre. Teamchef Frank Williams sieht sich bei dem Wechsel juristisch auf der sicheren Seite: Das Management des Fahrers habe eine Möglichkeit gesehen, dass Button aus dem Vertrag mit BAR-Honda aussteigen könne. "Vielleicht hat er erkannt, dass wir bessere Möglichkeiten haben, ihm ein Weltmeister-Auto zur Verfügung zu stellen als sein aktuelles Team", sagte Williams. Betrachtet man die aktuelle Konstrukteurswertung, ist das eine kühne Behauptung. BAR-Honda liegt mit 76 Punkten auf Rang drei, BMW-Williams mit 47 Punkten abgeschlagen auf Rang vier.

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