Großer Preis von Brasilien 2005

Alonso ist Schumis Nachfolger Alonso ist Schumis Nachfolger

Großer Preis von Brasilien 2005

— 25.09.2005

Alonso ist Schumis Nachfolger

Selten war ein dritter Platz so wertvoll: Renault-Pilot Fernando Alonso hat sich in São Paulo vorzeitig den F1-Weltmeistertitel gesichert.

Jüngster Champion aller Zeiten

Die Geschichtsbücher der Formel 1 haben einen neuen Eintrag: Der 24 Jahre und 58 Tage alte Spanier Fernando Alonso hat Emerson Fittipaldi (Brasilien) als jüngster Weltmeister aller Zeiten abgelöst. Mit Platz drei beim Großen Preis von Brasilien in São Paulo, dem 17. von 19. WM-Läufen, kürte sich der Renault-Pilot vorzeitig zum neuen Champion. Der fünf Jahre regierende F1-Herrscher Michael Schumacher kam auf dem Linkskurs von Interlagos hinter den beiden Silberpfeil-Piloten Juan Pablo Montoya (Kolumbien) und Kimi Räikkönen (Finnland) auf Rang vier.

In einem unspektakulären Rennen auf überwiegend trockener Piste genügten Alonso gute Nerven und ein erneut zuverlässiger R25 zum Triumph. Ohne Risiko spulte der neue Titelträger sein Pensum herunter und störte sich nicht daran, daß McLaren-Mercedes souverän den ersten Doppelsieg der Saison feierte. Montoya hatte nach 71 Runden à 4,309 Kilometern (= 305,393 km) und 1:29:20,574 Stunden die Nase vorn, der WM-Zweite Räikkönen folgte mit gut zwei Sekunden Rückstand. Ralf Schumacher kam im Toyota auf Platz acht, Nick Heidfeld (BMW-Williams) fehlte wegen der Nachwirkungen eines Fahrradsturzes.

"Das war ein hartes Stück Arbeit, ich fühle mich nun unendlich erleichtert. Fernando hat diesen Titel verdient, er war einfach der Beste", meinte Renault-Teamchef Flavio Briatore, der bei der Siegerehrung ein paar Freudentränen verdrückte. Erster Gratulant bei Alonso war Mercedes-Sportchef Norbert Haug: "Fernando hat die WM verdient gewonnen, er war insgesamt zuverlässiger als wir. Wir haben zu Saisonbeginn viele Punkte nicht gemacht, das hängt uns heute nach."

Einsame Silberpfeil-Doppelspitze

Einen Tag zum Vergessen erlebte das BMW-Williams-Team. Für Heidfeld-Ersatz Antonio Pizzonia war das Heimspiel nach nur sechs Sekunden nach einer Startkollision beendet. Teamkollege Mark Webber, wie Red-Bull-Racer David Coulthard ebenfalls in diesen Crash verwickelt, mußte kurz darauf sein beschädigtes Auto an der Box abstellen. Nach schier endloser Reparatur nahm der Australier das Rennen mit 25 Runden Rückstand wieder auf – und kam schließlich als Letzter ins Ziel.

Nachdem das Rennen nach der turbulenten Anfangsphase wieder freigegeben worden war, übernahm Montoya in Runde drei von Alonso die Spitze. Auch Räikkönen attackierte den Spanier, der seinen zweiten Platz aber zunächst zäh verteidigte. Michael Schumacher wurde nach einem guten Start vom Italiener Giancarlo Fisichella (Renault) wieder von Rang vier verdrängt, holte sich diesen aber kurz darauf zurück.

Schon in Runde 23 fuhr Alonso als erster Fahrer aus der Spitzengruppe zum Tanken an die Box. Räikkönen blieb acht Runden länger draußen und reihte sich schließlich vor Alonso und hinter Montoya auf Platz zwei ein. Anschließend zog die Silberpfeil-Doppelspitze einsam ihre Kreise – ein Bild, das sich auch nach dem zweiten Boxenstopp nicht mehr änderte. Alonso konnte dem Spitzenduo nicht mehr folgen, fuhr seinen segensreichen dritten Platz aber sicher nach Hause.

Endergebnis

WM-Fahrerwertung

WM-Teamwertung

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