Großer Preis von China 2005

GP von China 2005

Großer Preis von China 2005

— 16.10.2005

Renaults Ausbaustufe: 2. WM-Titel

Kein Trostpreis für Silber: Mit verbessertem Motor holte sich Renault auch die Konstrukteurs-WM. Ralf Schumacher freut sich übers Podium.

Start-Ziel-Sieg für den Weltmeister

Flavio Briatores Wort hat in der Formel 1 Gewicht. Für einen zweifachen Weltmeistermacher nichts Ungewöhnliches. Daß der clevere Renault-Teamchef jedoch Rennausgänge prophezeien kann, ist neu. "Wir fahren mit einer neuen Motorausbaustufe dahin und gewinnen das Ding, fertig", hatte der Italiener vor dem Showdown um die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft angekündigt. Gesagt, getan: Neu-Champion Fernando Alonso (Spanien) gewann den GP von China mit aufgerüstetem R25 souverän, auch der zweite Titel der Saison ging nach Frankreich.

Dem 24jährigen gelang beim letzten Rennen der Saison nach 305,256 Kilometern und 1:39:53,618 Stunden ein Start-Ziel-Sieg. Mit 4,015 Sekunden Abstand folgte Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes auf Platz zwei. Dritter wurde überraschend Toyota-Pilot Ralf Schumacher vor Giancarlo Fisichella (Italien). Der zweite Renault-Fahrer mußte wegen aggressiven Fahrens einmal langsam durch die Boxengasse cruisen und büßte und dadurch einen Podiumsplatz ein.

Felipe Massa (Brasilien; Sauber) als Sechster und Mark Webber (Australien; BMW-Williams) fuhren ihre Farben zum Abschied in die Punkteränge, auch der Brite Jenson Button holte beim letzten Auftritt von BAR-Honda noch einen Zähler. Die Hoffnung der Silberpfeile auf die Team-WM wurde von einem überfahrenen Gullydeckel gestoppt, der Juan Pablo Montoya (Kolumbien) zum Ausscheiden zwang. Damit hatte McLaren-Mercedes im Kampf um den Team-Titel mit 182:191 gegenüber Renault das Nachsehen. Platz drei ging mit großem Abstand an Ferrari (100).

Unwürdiges Ende für Michael Schumacher

Für Ferrari-Chefpilot Michael Schumacher nahm die Saison ein ebenso passendes wie unwürdiges Ende. Schon in der Einführungsrunde fuhr ihm nach seinem unnötigen Spurwechsel der Niederländer Christijan Albers im Minardi in den Wagen. Der Ex-Weltmeister startete deshalb im vollgetankten Ersatzwagen aus der Boxengasse. Vorne gewannen die mit ihrem neuen Motor in die erste Reihe gerasten Renault den Start gegen ihre britisch-schwäbischen Rivalen. Weltmeister Alonso fuhr eine schnellste Runde nach der anderen, Fisichella hielt unterdessen Räikkönen und Montoya auf Distanz.

Als Montoya über den gelösten Kanaldeckel fuhr und seinen rechten Vorderreifen beschädigte, kam in der 18. Runde erstmals das Safety-Car auf die Strecke. Der Kolumbianer holte sich einen neuen Reifen, später tankten die Rivalen. Unterdessen endete Schumachers Aufholjagd abrupt, als der 36jährige beim Aufwärmen der Reifen seinen Ferrari ins Kiesbett setzte. Kopfschüttelnd stieg er aus und machte sich auf den Weg zurück ins Fahrerlager. Wenig später mußte auch Montoya seinen Silberpfeil abstellen: "Es war zu gefährlich, weiterzufahren."

Noch einmal fuhr das Safety-Car auf die Strecke, als der Inder Narain Karthikeyan im Jordan spektakulär abflog. Als das Rennen in Runde 34 wieder freigegeben wurde, hatten die Toppiloten getankt. Ralf Schumacher mogelte sich zwischenzeitlich hinter Alonso auf Platz zwei, mußte den Platz aber in der neuntletzten von 56 Runden nach seinem zweiten Boxenstopp wieder räumen. Am Ende war er genau 25,376 Sekunden langsamer als der siebenmalige Saisonsieger.

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