Großer Preis von Japan

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Großer Preis von Japan

— 09.10.2002

Schlussfahrt in Suzuka

Mut und Fahrgefühl, schnelle und langsame Kurven - die "Sushi-Platte" von Suzuka ist für alle Piloten ein würdiger WM-Nachtisch.

Auslaufmodell Suzuka?

Endspurt im Land des Lächelns. Nicht unbedingt ein Grund zur Freude, denn der Formel-1-Zirkus geht danach in Winterpause. Vorher rollen rund 200.000 Japaner auf der Ticketjagd rund um die Strecke nachts die Schlafsäcke aus.

Suzuka zählt seit 1987 zu den F-1-Kultstätten. Damals kam der kleine Ort, südöstlich von Tokio an der Pazifikküste gelegen, durch den Wiedereinstieg von Streckeneigentümer Honda als Motorenlieferant in die Königsklasse. Jetzt erwächst Konkurrenz aus dem eigenen Land: Fuji, bereits 1976 und 1977 Austragungsort des GP Japan, strebt unter Toyota-Führung zurück in den GP-Kalender, wird bereits umgebaut – Suzuka rast die Zeit davon.

Die Fahrer würden der Sushi-Bahn mehr als eine Träne nachweinen. "Es ist ein so flüssig zu fahrender Kurs", schwärmt Heinz-Harald Frentzen. Die anspruchsvolle Strecke erfordert Mut und viel Fahrgefühl. Für Abwechslung sorgt die Mixtur aus schnellen Kurven, wie beim Linksknick "130 R" (Tempo 275 km/h, 4g Querbeschleunigung), und langsamen Schikanen, wie dem Casio-Triangle (Tempo 75 km/h) vor Start und Ziel, vor dem sich eine halbe Überholmöglichkeit bietet.

In der Boxengasse herrscht meistens Hochbetrieb. Durch den hohen Reifenverschleiß entscheiden sich die meisten Teams für zwei Stopps. Gut so, denn Überholen ist in Suzuka immer noch schwierig. Der Spannung tat das selten Abbruch: Bei 15 WM-Läufen fiel dort neunmal die WM-Entscheidung. Schumi verlor in Suzuka 1998 (Motor abgewürgt) die WM an Hakkinen. 2000 feierte er dort den ersten Ferrari-Titel seit 21 Jahren.

So lief das Rennen 2001

Den Schlussakkord der Formel 1 setzte wieder einmal Michael Schumacher. Eine überragende Pole-Position, sieben Zehntelsekunden schneller als Trainings-Weltmeister Juan Pablo Montoya (BMW-Williams)!

Und im Rennen das vertraute Solo, trotz anfänglicher Probleme mit der Bremsbalance. Im kurvenreichen ersten Sektor war Schumi eine halbe Sekunde schneller als der Rest des Feldes. In diesem profilierte sich nur Montoya. Er war der Einzige, der annähernd mithalten konnte und sich einen klasse Kampf mit Rubens Barrichello lieferte.

Montoya ging mit Platz zwei gestärkt in die Winterpause, Teamkollege Ralf Schumacher kam nicht auf Tempo, fuhr aber trotz Stop-and-go-Strafe (wegen Auslassens der Schikane) noch in die Punkte (Sechster). Nick Heidfeld nur Neunter, Kollege Kimi Räikkönen crashte, trotzdem feierte das Sauber-Team: Vierter in der Konstrukteurswertung, beste Platzierung seit dem Formel-1-Debüt 1993.

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