Großer Preis von Japan in Suzuka

Großer Preis von Japan in Suzuka

— 10.10.2003

1:0 für Schumi

Michael Schumacher war im ersten Training schneller als Kimi Räikkönen, sein einziger WM-Konkurrent. Doch der Weltmeister stapelt tief.

"Auch wenn Ihr diesen Freitag wichtig nehmt, für mich war das ein ganz normaler Freitag", sagte Michael Schumacher den Journalisten zwei Tage vor dem Großen Preis von Japan am Sonntag. Weder die "Formel-1-Propheten", die den Ferrari-Star schon als erneuten Weltmeister sehen, noch das gute Ergebnis des ersten Einzelzeitfahrens war für den Deutschen von besonderer Bedeutung: "Ich konzentriere mich auf das Wesentliche."

Der Kerpener hatte zuvor das erste Kräftemessen vor dem Showdown gegen seinen letzten verbliebenen WM-Rivalen, Kimi Räikkönen, für sich entschieden. Auf dem 5,807 km langen Kurs wurde der Titelverteidiger in 1:30,464 Minuten Dritter und war zwei Ränge besser als Räikkönen. Allerdings betrug der Abstand zu seinem jungen finnischen Konkurrenten im McLaren-Mercedes nur 0,094 Sekunden. Räikkönen schöpfte aus dem knappen Rückstand Hoffnung: "Unser Abstand zur Konkurrenz ist geringer als sonst an einem Freitag."

Zum vierten Mal in seiner Karriere muss Schumacher am letzten Renntag um die WM kämpfen: 1997 und 1998 verlor er die Duelle gegen Jacques Villeneuve und Mika Häkkinen, nur 1994 behielt er gegenüber Damon Hill die Oberhand. In diesem Jahr ist seine Ausgangsposition optimal: Vor dem 16. und letzten Saisonrennen führt er die WM-Wertung mit 92 Punkten an. Der Zweitplatzierte Räikkönen hat 83. Der 34-Jährige benötigt also nur noch einen Zähler, um als erster Fahrer in der Formel-1-Geschichte zum sechsten Mal den WM-Titel zu gewinnen und den 1995 im Alter von 84 Jahren verstorbenen Argentinier Juan Manuel Fangio (fünf Mal Weltmeister) zu überflügeln.

Dass Schumacher am Sonntag den Rekord bricht, steht für die meisten in der Formel-1-Szene so gut wie fest. "Dieses Duell gegen Räikkönen ist unter normalen Umständen kein richtiges Duell mehr", sagte sein Bruder Ralf, der in der ersten Qualifikation im Williams-BMW Zweiter wurde hinter dem italienischen Renault-Piloten Jarno Trulli. Gratuliert habe er jedoch noch nicht, weil das Unglück bringe, sagte Ralf Schumacher: "Ich glaube aber fest, dass alles glatt geht." Mehr Spannung verspricht der Kampf um den Konstrukteurs-Titel. Ferrari (147) muss einen Vorsprung von drei Punkten auf Williams-BMW verteidigen, um zum fünften Mal hintereinander Weltmeister zu werden. Deswegen hat Ferrari-Technikchef Ross Brawn schon die Devise für das Rennen ausgegeben: "Voll auf Sieg fahren."

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