Großer Preis von Malaysia 2006

Großer Preis von Malaysia 2006

— 20.03.2006

Fisichella vor Alonso

Doppelsieg für Renault, drei Motorschäden und Massa vor Schumi – so lautet die Bilanz der Hitzeschlacht beim Großen Preis von Malaysia.

Dämpfer für Michael Schumacher: Nur sieben Tage nach dem hoffnungsvollen Start in Bahrain ist der Ferrari-Pilot im Glutofen Kuala Lumpur eiskalt erwischt worden. Schumacher stand nach dem Motoren-Ärger und Startplatz 14 auf verlorenem Posten und mußte sich auf Platz sechs sogar noch hinter seinem Teamkollegen Felipe Massa (Brasilien) einreihen. Der siebenmalige Weltmeister lag nach 56 Runden deutliche 43,8 Sekunden hinter Giancarlo Fisichella (Italien) zurück, der beim Renault-Doppeltriumph überraschend Weltmeister und Auftaktsieger Fernando Alonso (Spanien) im teaminternen Duell die Show stahl. "Es gibt Strecken, die uns liegen, doch das war für uns sicher die schlimmste", sagte Schumacher, der auch zugab: "Wir sind noch nicht so schnell wie Renault."

In der Gesamtwertung liegt der Ferrari-Star mit elf Punkten weiter auf dem zweiten Rang vor dem punktgleichen Malaysia-Dritten Jenson Button (Großbritannien/Honda). Spitzenreiter Alonso hat sieben Zähler mehr auf dem Konto als seine Verfolger. Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) und BMW-Sauber-Mann Nick Heidfeld (Mönchengladbach), der seinen 100. Grand Prix fuhr, schieden jeweils auf Punktekurs fahrend mit Motorschaden aus. Ralf Schumacher (Kerpen) holte als Achter zwar einen WM-Zähler, doch der Toyota-Pilot, der vom letzten Startplatz losfahren mußte, war viel zu langsam und entging nur knapp einer Überrundung. Kimi Räikkönen (Finnland) musste im McLaren-Mercedes nach einer unverschuldeten Kollision mit Christian Klien (Österreich) in der ersten Runde aufgeben.

Ausgelassen feierte derweil Renault den Doppelsieg. Fisichella und Alonso vollführten gemeinsam mit Teamchef Flavio Briatore wahre Freudentänze. "Das war ein hartes Rennen. Ab der Hälfte wußte ich, daß ich es wirklich schaffen kann", sagte "Fisico", der das Rennen von der Pole Position aus dominierte. Den dritten Grand-Prix-Erfolg seiner Karriere widmete der Italiener seinem vor wenigen Tagen bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Jugendfreund Pietro. Für Alonso war der zweite Platz angesichts der Patzer seiner Rivalen fast wie ein Sieg: "Der WM-Titel führt über uns, wer gewinnen will, muß uns schlagen." Für ein wenig Erstaunen sorgte die Tatsache, daß Ferrari Massa nicht einbremste. Der Brasilianer nahm Schumacher damit einen WM-Zähler weg, der im Titelrennen durchaus noch mal wertvoll sein könnte. "In der Phase der Saison macht es keinen Sinn, die Plätze zu tauschen. Massa hat Michael im Rennen geschlagen", erklärte Ferrari-Chefstratege Ross Brawn.

Für Titelkandidat Räikkönen war das Rennen beendet, nachdem ihm Klien im Red-Bull-Ferrari ins Heck gefahren war. Der "Iceman" rutschte von der Strecke und krachte mit dem Heck des Silberpfeils voran in die Reifenstapel. "Ich konnte nichts machen, Klien hat mich erwischt, dabei ist die Aufhängung meines Autos gebrochen", sagte Räikkönen. McLaren-Teamchef Ron Dennis schimpfte dagegen über ein "ziemlich dummes Manöver von Klien".

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