Großer Preis von Monaco 2005

Großer Preis von Monaco Großer Preis von Monaco

Großer Preis von Monaco 2005

— 23.05.2005

Tag der deutschen Technik

Mercedes und BMW fahren in Monte Carlo aufs Treppchen, Schumi wird nur Siebter.

Jubeltag für Mercedes und BMW

Motoren aus Deutschland fuhren beim Großen Preis von Monaco ganz vorne mit: Die beiden Teams von Mercedes und BMW belegten alle Plätze auf dem Siegerpodium. Beim Start-Ziel-Sieg von Silberpfeil-Pilot Kimi Räikkönen (Finnland) raste Nick Heidfeld im BMW-Williams erstmals in seiner Karriere auf Platz zwei. Teamkollege Mark Webber (Australien) rundete als Dritter den Jubeltag der deutschen Motorenbauer ab. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher blieb beim Formel-1-Klassiker als Siebter nur die Rolle des tragischen Verlierers.

"Das war ein Superrennen für die deutsche Automobil-Industrie", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Zufrieden äußerte sich auch sein BMW-Kollege Mario Theissen: "Wir sind dabei, den Rückstand zur Spitze zu verkürzen." WM-Spitzenreiter Fernando Alonso im Renault wurde in einem spannenden Rennen auf den letzten Runden auf den vierten Rang verdrängt, beinahe wäre der Spanier auch noch vom Kolumbianer Juan Pablo Montoya im zweiten McLaren-Mercedes abgefangen worden.

Heidfeld: Alles riskiert, alles gewonnen

Räikkönen spulte auf der 260,520 Kilometern langen Stadtstrecke souverän sein Pensum ab und krönte damit den 200. Grand-Prix-Start für Mercedes in der Formel 1. Am Schluß betrug sein Vorsprung gegenüber Heidfeld volle 14 Sekunden. Der von Platz sechs gestartete Mönchengladbacher nutzte aber ebenfalls seine Chance und überholte Alonso sechs Runden vor Schluß mit einem gewagten Manöver. "Ich habe alles riskiert und alles gewonnen. Es ist fantastisch", sagte der hocherfreute BMW-Williams-Neuling.

Vom Pech verfolgt blieb Michael Schumacher. Der fünfmalige Monaco-Gewinner verlor in der 24. Runde seinen Frontflügel, nachdem Minardi-Pilot Christijan Albers gestrandet war. Der Weltmeister rutschte dem vor ihm fahrenden Schotten David Coulthard (Red Bull) ins Heck und mußte in die Box. Als das Safety-Car das Rennen wieder freigab, war sogar der aus der letzten Reihe gestartete Ralf Schumacher im Toyota vorbeigezogen. Die Brüder kämpften bis zur Zieldurchfahrt um die Plätze, aber den Sieg machten die anderen unter sich aus.

So mußte sich Schumi nach seinem 150. Grand Prix für Ferrari mit zwei WM-Punkten zufrieden geben. "Es kam alles zusammen, was gegen mich sprechen könnte“, sagte der Wahl-Schweizer. "Es ist nicht schön, was im Moment passiert, aber Rennfahren macht auch so Spaß", erklärte der 36jährige mit süßsaurer Miene.

Ergebnisse Großer Preis von Monaco

Vor seinem Heimauftritt am 29. Mai auf dem Nürburgring hat Schumacher mit zwölf Zählern nur noch eine theoretische WM-Chance. "Ferrari hat den Titel endgültig verloren. Nicht Michael, sondern Kimi Räikkönen und ich sind jetzt zu schlagen", verkündete der dreimalige Saisongewinner Alonso (49) das Ende einer Ära.





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