Großer Preis von Österreich

Großer Preis von Österreich

— 13.05.2002

Geschenkter Sieg für Schumi

Dank der Ferrari-Teamorder hat Michael Schumacher erstmals den Großen Preis von Österreich gewonnen.

Wie im Vorjahr musste "Wasserträger" Rubens Barrichello den viermaligen Formel-1-Weltmeister am Sonntag (12.5.) beim dramatischen Großen Preis von Österreich passieren lassen. Knapp zwei Zehntelsekunden entschieden nach 307,146 Kilometern beim 54. Doppelerfolg der Scuderia über Sieg und Niederlage. "Ich kannte diese Erfahrung schon - das ist eine Teamentscheidung", sagte der moralische Sieger Barrichello, der auf der Pressekonferenz und auf dem Podest symbolisch in der "goldenen Mitte" Platz nehmen durfte. "Ich bin gefragt worden, und ich habe geantwortet - ich mach's", erklärte Barrichello.

Michael Schumacher konnte sich über seinen fünften Saisonerfolg nicht so recht freuen. "Wenn ich es ändern könnte, würde ich es gerne tun", versicherte der Ferrari-Star und "schenkte" den Siegerpokal seinem brasilianischen Teamkollegen. "Ich habe nicht im geringsten daran gedacht und freue mich nicht darüber", entschuldigte sich der "falsche Sieger" und schilderte die rennentscheidenden Sekunden: "Ich habe sogar gedacht, die Order nicht zu befolgen und bin auch runter vom Gas - aber Rubens noch mehr."

Der 33-Jährige baute seinen Vorsprung in der WM-Wertung weiter aus. Das Williams-BMW-Duo Juan Pablo Montoya/Ralf Schumacher belegte die Plätze drei und vier; der Italiener Giancarlo Fisichella holte als Fünfter zwei WM-Punkte vor McLaren-Mercedes-Pilot David Coulthard. Heinz-Harald Frentzen wurde im Arrows-Cosworth Elfter. Der Finne Kimi Räikkönen musste seinen McLaren-Mercedes bereits in der 6. Runde mit Motorschaden abstellen. Es war schon der fünfte Ausfall Räikkönens in Serie - sogar der siebte für die Silberpfeile in dieser Saison.

Überschattet wurde das Rennen durch einen schweren Unfall: Heidfeld rutschte in der 28. Runde mit dem Heck seines Sauber-Petronas in die Seite des Jordan-Honda von Sato. Juan Pablo Montoya entging der Kollision im Williams-BMW nur um Millimeter. "Nick hat sich verbremst, es war ein Fahrfehler", sagte Teamchef Peter Sauber. "Er hat eine Prellung am Bein, wird aber heute Abend nach Zürich zurückkehren." Bei Sato wurden in der Universitätsklinik Graz "leichte Gewebeschäden" im rechten Oberschenkel sowie Verletzungen im rechten Knie diagnostiziert. Der Japaner blieb über Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus.

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