Großer Preis von San Marino

San Marino San Marino

Großer Preis von San Marino

— 03.04.2002

Europa-Premiere im Hause Ferrari

Nach drei Übersee-Rennen startet die Formel 1 am 14. April endlich wieder in ihrer "Heimat" durch: in Imola. Nicht immer ein Festtag für ganz Italien.

Ein Autodromo voller Geschichte

Wenn der Fan an den GP von San Marino denkt, welches Rennen auf dem Autodromo Dino e Enzo Ferrari fällt ihm dann ein? Etwa der GP von 1982, in dem sich die beiden Ferrari-Piloten Didier Pironi und Gilles Villeneuve in einem unerbittlichen Zweikampf zermürbten. Trotz Stallorder pro Villeneuve überholte Pironi den Kollegen in der letzten Runde und gewann... Oder 1987: Damals raste Nelson Piquet im Williams gegen die Begrenzungsmauer hinter der Tamburellokurve. Der Brasilianer war nach dem Highspeed-Crash für drei Minuten bewusstlos.

1989 ist die Tamburello-Kurve wieder tragischer Mittelpunkt. Gerhard Berger sitzt nach Horroranprall gegen dieses Stück Beton 14 Sekunden im brennenden Ferrari - Finger und Hintern angesengt. Das GP-Wochenende 1994 - eine einzige Tragödie: Dem schweren Barrichello-Crash im Freitagstraining folgt Samstag der Todescrash von Roland Ratzenberger wegen Materialfehlers am Simtek. Entsetzen, Tränen, Agonie im Fahrerlager. Im Rennen Startunfall, Restart, dann knallt Ayrton Senna mit Lenkdefekt in die Todeswand von Tamburello, die wegen eines angrenzenden Bachlaufs den Akteuren näher stand, als sie sollte. Senna wird von einem eigenen Aufhängungsteil erschlagen.

1985 überlebt Schumi in der Piratella-Kurve einen Abflug jenseits 200 km/h. Bis heute rätselt er darüber - von all seinen anderen 13 schweren Unfällen kennt er die Ursache. Positives gibt es auch aus Imola: 1997 gewinnt Heinz-Harald Frentzen seinen ersten GP. Schumi feiert dort 1999 einen Ferrari-Sieg, auf den die einheimischen Fans 16 Jahre lang gewartet hatten. Und im vergangenen Jahr ist es die große BMW-Williams-Show. Erste Siege für Schumi II (im 70. Rennen), für Michelin und BMW (im 21. Rennen) nach ihren Formel-1-Comebacks). Bremsenverschleiß, Power und Taktik sind die Schlüssel zum Sieg. Als Imola-Spezialist gilt Silberpfeil-Pilot David Coulthard.

Rennen 2001, die schnellsten Runden

So lief das Rennen 2001 Die Ampel gibt den Start frei: Schumi II schießt von Position drei über das Grün ganz nach vorn. Der Grundstein für Ralfs ersten GP-Sieg. Coulthard, der Trainingsbeste, hat im McLaren-Mercedes gegen den BMW-Williams-Piloten keine Chance, wird am Ende Zweiter vor Barrichello. Erster Gratulant beim Sieger: Bruder Michael. Der Weltmeister hatte seinen Ferrari vorzeitig mit Bremsproblemen abgestellt.

Schnellste Runden 2001: Ralf Schumacher (BMW-Williams) 1.25.524 Min. • 2000: Mika Hakkinen (McLaren-Mercedes) 1.26.523 Min. • 1999: Michael Schumacher (Ferrari) 1.28.547 Min. Sieger 2001: Ralf Schumacher (BMW-Williams) 1:30.44,817 h • 2000: Michael Schumacher (Ferrari) 1:31.39,776 h • 1999: Michael Schumacher (Ferrari) 1:33.44,792 h Pole-Positionen 2001: David Coulthard (McLaren-Mercedes) 1.23.054 Min. • 2000: Mika Hakkinen (McLaren-Mercedes) 1.24,714 Min. • 1999: Mika Hakkinen (McLaren-Mercedes) 1.26,362 Min.

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