Großer Preis von San Marino

Großer Preis von San Marino

— 21.04.2005

Psycho-Druck vor Imola

Michael Schumacher will beim Ferrari-Heimspiel seinen ersten Saison-Sieg – mit starker Technik und Psycho-Taktik.

Starke Technik bei seiner Scuderia und schwache Nerven beim Gegner Renault wünscht sich Michael Schumacher beim bevorstehenden Grand Prix in Imola: "Ich habe nichts zu verlieren. Mit diesem Rennen wollen wir wieder in den WM-Kampf eingreifen, und ich denke, wir haben gute Karten", erklärte der amtierende Formel-1-Weltmeister vor dem Großen Preis von San Marino. Mit dem ersten Sieg im vierten WM-Lauf des Jahres (Sonntag, 24. April, 14.00 Uhr/live in Premiere und RTL) will Schumi nach dem schlechtesten Saisonstart seiner Karriere die Aufholjagd starten.

Dabei setzt der Ehren-Botschafter des Zwergstaats San Marino vor allem auf den neuen F2005. "Das Auto hat ein enormes Potenzial, und wir verstehen ihn jetzt besser", sagte der siebenmalige Champion. Zuletzt legte er 2500 Test-Kilometer in seinem neuen Dienstwagen zurück, der ihn bei der übereilten Premiere in Bahrain noch mit einem Hydraulikdefekt im Stich gelassen hatte – Schumachers erster technischer Aufall seit dem 29. Juli 2001.

Trotz dieser Panne und bisheriger Sieglosigkeit wird der Titelverteidiger seine Favoritenrolle nicht los – auch nicht den Erfolgsdruck, endlich wieder für Ferrari ganz nach vorn zu fahren. "Michael bleibt einer der ersten Anwärter auf den Titel", stapelte der WM-Führende Fernando Alonso (Renault) vor der Europa-Premiere 2005 im Autodromo Enzo e Dino Ferrari tief. Schumacher setzte seinerseits den Spanier psychologisch unter Druck: "Er muß schon die Meisterschaft im Hinterkopf haben, und in bestimmten Situationen wird er abwägen müssen, ob er nicht lieber vorsichtiger zur Werke geht." Ob der Spanier wirklich gute Nerven hat, an der Spitze weiterzufahren, wird er in Imola beweisen müssen.

Derweil Altmeister und Nachwuchs Psycho-Duelle führen, macht sich der Rest des Feldes ebenfalls Hoffnungen: Toyota-Neuzugang Ralf Schumacher hofft an der Stätte seines ersten Sieges (2001) einen Podestplatz, Nick Heidfeld (BMW-Williams)will auf jeden Fall vorne mit dabei sein: "Ich habe ein gutes Gefühl, zumal ich ja für das Rennwochenende einen brandneuen Motor bekomme", sagte der Mönchengladbacher, der in Bahrain mit Motorschaden ausgeschieden war.

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