Growler E 2011: Automobilsalon Genf 2011 — 07.03.2011
Der neue Jaguar E-Type
Jaguar will keinen Nachfolger für den E-Type bauen. Jetzt springt Vizualtech in die Bresche. Die schwedische Designschmiede stellt in Genf einen Neuentwurf mit Namen Growler E 2011 vor.
Am Design neuer Jaguar-Modelle scheiden sich die Geister. Für viele Fans der Marke ist der E-Type – der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird – der
Jaguar schlechthin. Eine Neuauflage wünschen sich viele Autonarren, aber Jaguar wird diesen Wunsch nicht erfüllen. Ein Schweizer Geschäftsmann wollte sich mit diesem Zustand nicht zufrieden geben und beauftragte die schwedische Designschmiede Vizualtech mit dem Entwurf eines neuen E-Type. Der hört auf den Namen Growler E 2011 und steht als Unikat auf dem
Autosalon in Genf (3. bis 13. März 2011). Und was die beiden Designer Bo Zolland und Robert Palm da auf die Räder gestellt haben, weckt sofort den Wunsch nach einer Kleinserie. Die könnte auch kommen, wenn sich genug Interessenten für den Growler finden.
Noch ist der Growler E 2011 nur eine Studie. Doch diese klassischen Linien betteln förmlich um einen Bau in Serie.
Die Basis für die Neuinterpretation des E-Type liefert der aktuelle Jaguar XKR, dessen Fahrwerk auch unter der Karosserie aus Kohlefaser steckt. Auch beim Chassis verwedeten die Schweden Kohlefaser, so wird kräftig Gewicht gespart. Rund 1500 Kilo wiegt der Growler und ist damit rund 200 Kilo leichter als der XKR. Dessen 5,0-Liter-Motor mit Kompressoraufladung leistet im Schwedenhappen statt 510 etwa 600 PS und lässt den Growler angeblich in weniger als vier Sekunden auf Tempo 100 fliegen. Doch nicht nur die Fahrleistungen der Studie überzeugen: Auch das Design ist absolut schlüssig. Zwar setzt der Growler auf Doppelscheinwerfer und hat nicht den kuppelartigen Aufbau der Passagierkabine, aber dennoch ist das Vorbild
E-Type in den wunderbar fließenden Linien klar zu erkennen.
Auch das elegante Heck mit einer breiten Chromzierleiste und die nach oben gewandten Auspuffrohre zitieren den Jaguar E-Type. Abgerundet wird das Bild von klassischen, verchromten Speichenrädern. Spätestens beim Preis wird der Traum vom neuen E-Type für fast alle Fans enden: Kommt der Growler E 2011 in einer Kleinstserie, soll er 1,4 Millionen Euro kosten. Selbst wenn er in größerer Stückzahl gebaut würde, wären immer noch mindestens 700.000 Euro fällig.
Kommentare zum Artikel (31)
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Naja ist nicht so mein Fall. Find den VW Passat CC Coupe viel schicker.
Hatte das Orginal. War ein Traum! Doch das ist das schönste was derzeit am Markt ist.
Er ist einfach nur Schööööön!
Na ja und der Preis... muss ja nicht Carbon sein... und trotzdem einfach nur schön.
Diese Doppelscheinwerfer sind sowas von aus den 90ern. Für mich bietet die Studie nichts Reizvolles und schon gar nicht eine Steigerung gegenüber dem Original.
Kurze Anmerkung:
Im Preisbereich von 80.000 - 120.000,- erwarte ich natürlich nicht solch astronomischen Motorleistungen, wie sie im Artikel beschrieben sind.
Vielmehr würde mir ein Wagen auf Basis dieser Designvorlage mit knapp 270KW Motorleistung durchaus genügen. Basis könnte der Serien XK sein.
Mehr bräuchte ich nicht und würde auch nicht mehr bezahlen.
Herzliche Grüße
Dr. Peterson
Ich verstehe nicht, warum Jaguar dieses Model nicht in einer größeren Serie zu erschwinglicheren und realistischeren Preisen auf den Markt bringt.
Es wäre eine ideale Ergänzung des Produktportfolios und Jaguar könnte dieses Modell im Preislisten Bereich von 80.000,- bis 120.000,- platzieren.
Ein solcher Preis wäre für mich als großer Fan des Ur- E-Type durchaus gerechtfertigt und ich würde wohl auch zugreifen. Eine ideale Alternative zum 911er, der mich nicht ansatzweise so anspricht.