Grüne attackieren Smart

Grüne attackieren Smart

— 22.11.2006

Keine halben Sachen

Dem neuen Diesel-fortwo spendiert Smart zunächst nur einen 50-Prozent-Partikelfilter. Das stinkt den Grünen gewaltig.

(dpa) Die Grünen haben DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche aufgefordert, den neuen Smart fortwo CDI nur mit bestmöglicher Partikelfilter-Technologie auf den Markt zu bringen. Die Entscheidung, im Frühjahr 2007 nur eine 50-prozentige Reduktion der schädlichen Rußpartikel anzubieten, sei "Wortbruch", schrieb der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Winfried Hermann, in einem offenen Brief an Zetsche. Dessen Amtsvorgänger Jürgen Schrempp habe 2005 zugesagt, das Unternehmen wolle von 2007 an keine Neufahrzeuge ohne vollwertigen Filter mehr auf den Markt bringen.

"Ich fordere Sie daher dringend auf, von der Auslieferung des Smart (ab Frühjahr 2007 in Deutschland) ohne vollwertigen Rußfilter Abstand zu nehmen und alle Neufahrzeuge ihrer Herstellung mit einem geschlossenen Filtersystem auszustatten. (...) Inzwischen bauen sogar koreanische Kleinwagenhersteller Vollfiltersysteme in ihre Fahrzeuge ein. DaimlerChrysler sollte das nicht schaffen?", fragte Hermann. Zugleich verwies der Grünen-Politiker auf die Absicht des deutschen Herstellers, erst von 2008 an, wenn der neue Smart in den USA eingeführt werden solle, mit einem vollwertigen Filter zu kommen. "Die anhaltend hohen Feinstaubbelastungen hierzulande sind offenbar nicht Motiv genug, sondern erst die strengen Luftreinhaltevorgaben in den USA. Ein Smart fortwo ohne Vollfilter kann Daimler in den USA schlicht nicht verkaufen. Es könnte bei entsprechender Kundenaufklärung passieren, dass das Modell als umwelttechnischer Ladenhüter auch in Deutschland schwer verkäuflich wird."

Autor: Michael Voß

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