Grüner Pfeil

Grüner Pfeil

— 01.07.2002

Pfeilschnelle Karriere in Hamburg

Das Relikt aus DDR-Zeiten legt im Westen weiter zu. Hamburg ist seit Montag (1.7.) Hauptstadt des Grünen Pfeils – mit jetzt 268.

Der Grüne Pfeil, der – nach vorherigem Stopp – das Rechtsabbiegen bei Rot erlaubt, ist in der Hansestadt inzwischen weiter verbreitet als in Dresden, dem bisherigen Spitzenreiter in Sachen Grüner Pfeil in Deutschland. Die Hansestadt installierte am Montag (1.7.2002) den 268. Pfeil und überholte damit Dresden (256 Grüne Pfeile). Die zunächst nur in Ostdeutschland praktizierte Regelung war 1994 bundesweit eingeführt worden. Obwohl in Untersuchungen der Bundesanstalt für Straßenwesen keine Häufung von Unfällen beim Grünpfeil festgestellt wurden, blieb der Westen zurückhaltend. Das Schild, das den Verkehrsfluss beschleunigen soll, schien in Vergessenheit zu geraten. Doch Hamburg bescherte dem Pfeil ein unerwartetes Comeback. Und ein Ende ist nicht in Sicht: Nach Angaben des Innensenators Ronald Schill (Schill-Partei) wurden 81 weitere Grünpfeile für die Stadt angeordnet. Die Polizei überprüfe an nochmals 80 von insgesamt 1120 Verkehrsknotenpunkten in Hamburg, ob auch dort ein Grüner Pfeil sinnvoll sei. Nur neun Pfeile seien aufgrund von Beschwerden wieder abgebaut worden. Damit es keine weiteren gibt, klärt die Verkehrsbehörde im Internet über den Umgang mit dem "Verkehrsschild Nummer 720" auf. Wer auf Nummer sicher gehen will: So klappt's mit dem Grünpfeil

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