Grundsteinlegung für Bugatti-Werk

Grundsteinlegung für Bugatti-Werk Grundsteinlegung für Bugatti-Werk

Grundsteinlegung für Bugatti-Werk

— 13.09.2002

Volkswagen baut in Molsheim

Am 15. September ist Grundsteinlegung im elsässischen Molsheim. Ende 2003 sollen die ersten Bugatti gebaut werden.

Neuanfang, wo alles begann

Im elsässischen Molsheim wird am Sonntag, 15. September, der Grundstein für das geplante Bugatti-Werk gelegt. Das gab Lorenz Fürst bekannt, der Bürgermeister des Ortes. Von Ende 2003 an sollen die ersten Modelle des eine Million Euro teuren Luxus-Sportwagens EB 16.4 Veyron gefertigt werden.

Maximal 50 Fahrzeuge sollen pro Jahr im Elsass gebaut und ausgeliefert werden, die Gesamtproduktion ist auf 300 Fahrzeuge beschränkt. Klein ist auch die Zahl der Mitarbeiter – alles in allem 25 Mann. Die Großes leisten sollen: Mit 16 Zylindern, 1001 PS und einer theoretischen Höchstgeschwindigkeit von 406 Stundenkilometern wird der Veyron das schnellste für den Straßenverkehr zugelassene Auto sein, verspricht VW. Bleibt abzuwarten, wie lange. Das PS-Wettzüchten in der Superoberluxusbestenklasse läuft bekanntlich...

Zwischen 1909 und 1940 hatte der Italiener Ettore Bugatti in Molsheim 20 Kilometer südlich von Straßburg Rennautos und Luxuskarossen gefertigt. Die legendäre Marke soll neben Bentley die Luxussparte von VW schmücken. Der Konzern hatte sich vor vier Jahren die Namensrechte gesichert, kaufte zusätzlich Bugattis ehemaliges Schlösschen samt acht Hektar großem Grundstück.

Übergabe im Spiegelsaal

In der künftigen Montagehalle, im Bugatti-/VW-Jargon Atelier genannt, wird nicht etwa das gesamte Fahrzeug montiert, sondern nur das "Finish" durchgeführt. Im Beisein des Käufers, so er denn dabei sein will (wovon die neuen Bugatti-Verantwortlichen fest ausgehen), wird die Hochzeit von Motor und Karosserie als "Event" zelebriert. Die Vormontage findet in Wolfsburg statt.

So gesehen ist der Veyron eine deutsch-französisch-italienische Koproduktion: Das Kohlefaser-Monocoque und das Fahrwerk entwickelt der italiensiche Formel-3-Spezialist Dallara, das Chassis baut ATR. Die Aluteile der Prototypen stammen von Italdesign. Ob die allerdings auch an der Serienfertigung beteiligt sind, steht noch nicht fest.

In den Nebengebäuden, Remisen genannt, wird es eine Werkstatt zur Restauration historischer Bugatti geben. Übergeben werden die Neuwagen im Spiegelsaal der Orangerie. "Da können die Kunden durch verspiegeltes Glas sich selbst im Auto bewundern", verriet Bugatti-Präsident Karl-Heinz Neumann der "Automobilwoche".

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