Beitske Visser: BMWs heiße Juniorin

GT: Beitske Visser bei BMW

Das ist BMWs heiße Juniorin

Beitske Visser ist kürzlich in das Juniorenprogramm von BMW aufgenommen worden. Als erste Frau überhaupt. Wir stellen die hübsche Blondine vor.
Um ihre Karriere ins Rollen zu bringen musste Vater Klaas Visser alle seine BMW-Autohäuser verkaufen. Aber als Tourenwagenfahrer war ihm klar: Wen einmal die Motorsport-Leidenschaft packt, der wird sie nicht mehr los. Jetzt schließt sich der Kreis: Tochter Beitske Visser ist Teil des BMW-Juniorenprogramms. „Aber das hat mit meinem Vater gar nichts zu tun. Es hätte auch jede andere Marke sein können“, stellt die 22-jährige Blondine klar.
Es ist nicht ihr erstes Juniorprogramm. 2013 war die Niederländerin schon bei Red Bull – ihr bestes Jahr: In Zandvoort gewann sie einen Lauf zur ADAC Formel Masters, was heute die deutsche Formel 4 ist. Und das nur einen Tag nach einem schweren Unfall. Visser erinnert sich: „Ein Rückenwirbel war komplett gebrochen. Nur die Muskulatur hat ihn noch zusammengehalten.“
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Doch am Ende des Jahres war Gesamtplatz acht für Red Bull nicht genug. „Als ich die Red-Bull-Förderung verloren habe“, erzählt sie, „war ich für ein paar Tage ziemlich enttäuscht. Aber dann muss man sich am Riemen reißen und seine Möglichkeiten neu sortieren.“

Beitske Visser ist neue Juniorin bei BMW

Sie stieg in die heutige Formel 3.5 auf – also von rund 150 PS auf über 500. Ein großer Schritt. Zu groß. In den drei Jahren setzte sie kaum Highlights. Timo Rumpfkeil, für dessen Team Motopark sie in der Formel Masters unterwegs war, weiß: „Sie ist sowohl im Qualifying als auch im Rennen schnell. Sie muss nur noch öfter ihren Killerinstinkt durchkommen lassen.“
2017 hat sie bisher noch kein Renncockpit. Dafür schloss sie sich einem Studentenprojekt der Universität Eindhoven an: Sie bauten einen 550 PS starken Elektro-Rennwagen. Visser unterbot dabei den Streckenrekord für Elektroautos in Zandvoort um 16 Sekunden. Das Ziel der Studenten: Ein Start beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2020.
Bei BMW hat Visser jetzt neue Möglichkeiten. Erste GT4-Rennen könnten noch in diesem Jahr auf dem Programm stehen. Ansonsten engagiert sich BMW in der DTM, in der Formel E und künftig auch mit einem GT-Boliden in der Sportwagen-Weltmeisterschaft und damit beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Das alles sind auch mögliche Einsatzgebiete für Beitske Visser.

Beitske Visser: BMWs heiße Juniorin



Autor: Michael Zeitler

Fotos: Instagramm/Beitske Visser; Facebook/Beitske Visser; BMW

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