Audi

GT Masters: Audi versus Corvette

— 30.09.2016

Das finale Duell

Die Entscheidung um den Titel im ADAC GT Masters fällt beim Finale am Wochenende in Hockenheim zwischen Audi und Corvette. Mies mit Tite?

Spannender könnte die Ausgangssituation vor dem Finale des ADAC GT Masters in Hockenheim an diesem Wochenende kaum sein: Die Führenden Connor de Philippi (USA, 23) und Christopher Mies (Heiligenhaus, 27) haben mit dem Audi R8 LMS (V10-Motor, 5,2 l, 585 PS) nur zwei Punkte Vorsprung vor Daniel Keilwitz (Villingen, 27) und Jules Gounon (F, 21) mit der Corvette C7 GT3-R (V8, 6,245 l, 600 PS). Selbst David Jahn (Leipzig, 25) vom Team 75 Bernhard hat mit dem Porsche 911 GT3 R (6-Zylinder-Boxer, 4 l, 500 PS) noch Chancen auf den Titel. Mit einem Rückstand von 30 Zählern bei noch 50 zu vergebenen Punkten allerdings nur rechnerisch. Dennoch: „Nichts ist unmöglich“, ist Jahn überzeugt.

Ob Christopher Mies überhaupt im GT Masters um den Titel kämpfen kann, war lange Zeit offen. Denn parallel zum Finale in Hockenheim findet in Barcelona auch das Finale der Blancpain-Sprint-Serie statt, wo der Audi-Pilot in der Gesamtwertung ebenfalls in Führung liegt. „Wir mussten gemeinsam eine Entscheidung treffen, die nicht einfach war“, so Mies, der in Spanien nun von Robin Frijns (25) vertreten wird. „Ich freue mich darauf, nun gemeinsam mit Connor de Philippi und Land Motorsport um meinen ersten Titel im GT Masters zu kämpfen."

Christopher Mies könnte Champion werden

Schon 2010 verpasste Mies den Titel nur knapp und wurde Vizemeister. Das soll nicht noch einmal passieren. „Die Jungs haben hart gearbeitet, um die Meisterschaft nach Hause zu holen“, ist er siegessicher. „Ich erwarte einen engen Kampf, zwei Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz sind nicht viel.“ In Zandvoort erst konnte das Land-Duo die Gesamtführung übernehmen. „Das wird uns beim Finale in Hockenheim helfen, denn die Corvette wird mit ihrer Power dort stark sein“, glaubt Mies.

Ist die Corvette C7 GT3-R also der Schlüssel zum Erfolg? „Das neue Auto funktioniert gut, vor allem die neue Aerodynamik ist sehr stark“, weiß Daniel Keilwitz, der schon 2013 den Titel im GT Masters feiern konnte. „Wir haben mehr Kurvenspeed und eine bessere Balance.“ Und mit Keilwitz/Gounon hat sich in diesem Jahr eine neue Traumpaarung gefunden – durch Zufall.

„Eigentlich wollten wir weiterhin mit Andreas Wirth fahren, der jedoch kurzfristig ein Angebot für die LMP2 erhalten hat“, verrät Keilwitz. Bei Testfahrten konnte sich schließlich Jules Gounon durchsetzen, dessen Vater, Jean-Marc Gounon (53), neun Formel-1-Rennen bestritt, dabei allerdings punktelos blieb. „Es ist sehr hilfreich, dass mein Vater selbst erfolgreicher Motorsportler war, denn der Name ist bekannt“, freut sich der Junior. „Auf der anderen Seite lasten aber auch große Erwartungen auf meinen Schultern.“ Das Duo von Callaway Competition ist zuversichtlich. „Mit einem Rückstand von zwei Punkten können wir leben. Hockenheim wird ein heißes Duell“, kündigt Keilwitz an.
Werksbesuch: Ein GT3 von Bentley

Autor: Sönke Brederlow

Fotos: Hersteller

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