Bernhard

GT Masters: Vorschau Nürburgring

— 04.08.2016

Das Team der Rennfahrer

Das Team 75 Bernhard reist als Sieger zum GT-Masters-Rennwochenende an den Nürburgring. Auto Bild Motorsport sprach mit Teammanager Klaus Graf.

Jetzt beginnt die heiße Phase der Saison im ADAC GT-Masters. Das Rennwochenende am Nürburgring (Samstag + Sonntag, 13.15 Uhr, Sport 1) ist das drittletzte in der Saison. In der Liga der Supersportwagen läuft es in der Entscheidung um den Titel auf einen Dreikampf von Teams drei verschiedener Hersteller raus. Aktuell führen Jules Gounon (21) und Daniel Keilwitz  (27) in einer Corvette C7 GT3 von Callaway (120 Punkte), vor Christopher Mies (27) und Connor de Phillippi (23, Land, Audi R8 LMS, 91 Punkte), sowie Titelverteidiger Luca Ludwig (27) und Sebastian Asch (29, Zakspeed, Mercedes AMG GT3, 79 Punkte).

Doch seit dem Erfolg im ersten Rennen am Red-Bull-Ring mischt auch der Porsche 911 GT3 R des Team 75 Bernhard von Sportwagen-Weltmeister Timo Bernhard (35) und seinem Vater Rüdiger vorn mit. „Gerade zu Beginn der Saison war ja alles sehr neu für uns, sowohl das Auto, aber auch die Rennserie“, erzählt Teammanager Klaus Graf  (47) im Gespräch mit AUTO BILD MOTORSPORT. „Wir konnten uns dann aber Stück für Stück verbessern. In der Pause von Anfang Juni bis Ende Juli haben wir dann nochmal getestet – und das hat uns sehr geholfen."

Die Corvette C7 GT3 von Keilwitz und Gounon führt die Tabelle an

David Jahn (25) liegt für den Rennstall derzeit auf Platz fünf in der Fahrerwertung. Wie schon am Red-Bull-Ring wird er in den restlichen drei Saisonläufen (Rennen sind es ja noch sechs) vom Franzosen Kevin Estre (27) unterstützt. Einen Sieg gleich in der ersten Saison, das haben die Chefs des Rennstalls nicht erwartet. Graf: „Wir wussten schon, dass wir eine Chance dazu haben, aber wirklich rechnen kann man damit in der ersten Saison nicht unbedingt."

Gerade für ein neues Team ist das GT-Masters eine große Herausforderung. „Die Leistung der Autos ist durch die Balance of Performance sehr eng. Man muss fokussiert arbeiten. Die Rennen haben mit einer Stunde Dauer einen Sprintcharakter, das heißt es ist relativ wichtig, dass man vorne startet. Dem Qualifying kommt also große Bedeutung zu. Im Rennen muss man fehlerfrei bleiben, vor allem beim Pflichtboxenstopp. Da versucht man so kurz wie möglich zu stehen, darf aber die vorgegebene Boxenzeit nicht unterschreiten, sonst kassiert man eine Durchfahrtsstrafe. Das bringt gewisse Risiken mit sich. Man muss in dieser einen Stunde einfach alles auf den Punkt bringen“, erklärt Graf.

Klaus Graf war selbst erfolgreicher Rennfahrer, fährt jetzt noch fallweise in der Langstreckenmeisterschaft VLN und war auch beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring dabei. Vor allem in Amerika war der 47-Jährige erfolgreich, gewann zwei Mal die amerikanische Sportwagen-Meisterschaft. Und ist Deutschlands letzter NASCAR-Pilot. Jetzt ist er auf die andere Seite der Boxenmauer geklettert. Wie kam es dazu? Graf: „Timo und ich kennen uns seit vielen Jahren – als Konkurrenten, aber auch als Teamkollegen. Wir sind zusammen mit dem Porsche RS Spyder in Amerika gefahren. Wir haben uns immer sehr stark respektiert, haben die gleiche Philosophie, vertreten dieselben Werte. Die Zusammenarbeit kam recht zufällig zusammen, hat sich inzwischen aber vertieft. Das funktioniert sehr gut, wir sehen ja auch den Erfolg.“ Vielleicht schlägt Team 75 Bernhard schon am Nürburgring wieder zu.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller

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