GTI-Treffen 2013 Wörthersee, Teil 3

— 03.05.2013

10.000 Kilometer bis zum Wörthersee

Ob im brandneuen Golf VII, Corrado G60, Audi RS6 oder VW T5 – die Reise zum Wörthersee lohnt sich immer. Das beweist ein 911er, der einen Komplettumbau und mehr als 10.000 Kilometer auf sich nahm.

Der Wörthersee-Virus ist hochgradig ansteckend. Brian Henderson, Gründer der Edelfelgenfirma Rotiform, weiß das nur zu gut. Er hat sich infiziert. Wir sprechen den sympathischen Amerikaner auf der Tankstelle in Velden an. Die anwesenden GTI-Fans haben nur noch Augen für den mintgrünen 964er mit kalifornischem Kennzeichen. Im Zwei-Minuten-Takt wirft Brian zur Begeisterung der Menge den unverschämt laut röhrenden Motor an, um in der Warteschlange zur Waschbox vorzurollen. Wer zum Teufel ist so verrückt, und bringt seinen 911er von der Westküste der USA zum GTI-Treffen am Wörthersee mit? Henderson erklärt: "2012 war ich zum ersten Mal dabei. Das beste Treffen der Szene! Ich wusste gleich, dass ich wieder kommen werde, aber dann mit eigenem Auto". Jetzt wollen wir es genau wissen. Der VW-Fan aus Huntington Beach erzählt uns seine Geschichte.

Ausnahmezustand: GTI-Treffen 2013, Teil 1

Video: VW Golf VII GTI

Der beste Golf GTI aller Zeiten?

Rund 10.000 Kilometer Luftlinie sind es von der US-Westküste bis nach Kärnten. Doch so einfach ist die Sache nicht. Besitzer und vor allem sein Porsche haben eine kleine Odyssee hinter sich. Im Januar 2013 schickte Brian seinen 911er von Los Angeles aus in die Alte Welt. Per Schiff ging es durch den Panamakanal über den Atlantik erst einmal nach London. Dort nahm Brians Kumpel vom Porsche-Spezialisten "Milestone 71" den 964er in seine Obhut. Richie Payne zerlegte den sich im tadellosen Zustand befindenden 911 komplett. Denn ganz ohne Not stand ein Komplettumbau auf dem Programm. Die Innenausstattung inklusive Armaturenbrett ging an "Plush Automotive". Inhaber Luke verwandelte das Interieur in eine graue Alcantara-Oase. Dazu zwei Leder-Recaro-Schalen im passenden Farbton. Selbst der Käfig wurde penibel mit Leder verkleidet. Detailverliebtheit auf höchstem Niveau.

10.000 Kilometer zum Wörthersee

Porsche 964 Brian Henderson Rotiform Wheels Porsche 964 Brian Henderson Rotiform Wheels Porsche 964 Brian Henderson Rotiform Wheels
Um die farbliche Gestaltung der Außenhaut kümmerte sich Luke von der Firma "Style House". Der Erstlack namens "Dark Blue" musste einem "Mint Green" weichen, denn das grelle Grün, ein originaler Porsche-Farbton, passte besser zum Projekt. Karosserie und Innenausstattung gingen zurück an Milestone 71, wo Richie zwischenzeitlich den 3,6 Liter großen Sechszylinder generalüberholt hatte. Aufgebohrt auf 3,8 Liter und dank zahlreicher RS-Komponenten wurden aus 250 etwa 300 PS. Und die haben leichtes Spiel: Nach dem Zusammenbau bringt es die RS-Replika auf gerade einmal 1300 Kilogramm Leergewicht. Was fehlt? Na klar, die passenden Räder – natürlich von Rotiform.

Ratten, Breitbau und rotes Leder: GTI-Treffen 2013, Teil 2

Mittlerweile ist der Porsche gewaschen, Zeit für eine kurze Ausfahrt zum Keutschacher See. Mit Rücksicht auf die nasse und kurvenreiche Straße lassen wir es ruhig angehen. Der Boxer bollert gemächlich vor sich hin und klingt dennoch pur und ungefiltert. Knapp 2000 Kilometer hat Brian seit dem Umbau zurückgelegt. Von London aus ging es endlich auf eigener Achse durch den Eurotunnel zwischen Dover und Calais aufs Festland und dann weiter nach Kärnten. Muss der Motor eigentlich noch geschont werden? "No Way!" Runter in den zweiten Gang, Kupplung kommen lassen, die Drehzahl pendelt sich bei 3800 Touren ein. Ein böses Grollen erklingt. Der Treibsatz wirkt plötzlich gereizt. Brian lässt sich nicht einschüchtern und tritt den rechten Fuß voll durch. Die Situation im Heck eskaliert.

GTI-Treffen 2013 am Wörthersee, Teil 2

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Schlagartig brachiales Röhren, bei 7000 Touren platzt dem Boxer förmlich der Kragen – oh Boy! Ein wilder Wutanfall, ausgelöst durch heuchlerische Neuzeit-Boxer mit Wasserkühlung samt PDK-schaltender Schickeria am Steuer. RS steht für rechtschaffen. Wir sind begeistert. Aber was für ein Aufwand! Allein die Verfrachtung von LA nach London und zurück kostet 3000 Euro. Dazu kommen 1500 Euro für die Sonder-Versicherung, um mit amerikanischem Kennzeichen sechs Monate in Europa unterwegs zu sein. Ganz zu schweigen von dem gesamten Umbau. Ist es das wert? "Ich bin mit allen am Projekt beteiligten Tunern befreundet. Wir helfen uns gegenseitig." Im Klartext: Für den Umbau hat Brian keinen müden Dollar bezahlt, dafür ein paar Sätze Felgen. "Außerdem sind wir hier am Wörthersee und ich hab einen Ruf zu verlieren."

GTI-Treffen Wörthersee 2013, Teil 1

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Fotos: autobild.de, felgenoutlet.de

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