Gumball 2007 vorzeitig abgebrochen

Gumball 2007 vorzeitig abgebrochen

— 04.05.2007

Tödliches Ende

Ein 67-jähriger Mazedonier starb nach einem Zusammenstoß mit einem Gumball-Porsche. Das Rennen wurde jetzt abgebrochen.

(dpa) Nach einem tödlichen Unfall ist die britische Luxusauto-Rallye Gumball 3000 abgesagt worden. Zwei britische Teilnehmer, deren Porsche 911 in Mazedonien mit einem nicht an dem Rennen beteiligten Auto zusammenstieß, wurden von der dortigen Polizei verhört. Daraufhin sei das Rennen vorzeitig in der slowakischen Hauptstadt Bratislava beendet worden, teilten die Veranstalter in London mit. Ursprünglich hätten die Fahrer am 4. Mai 2007 Berlin erreichen sollen. Das Rennen sollte einen Tag später in London enden. Bei dem Unfall wurde ein 67-jähriger Mazedonier verletzt, der später in einem Krankenhaus einem Herzanfall erlag. Seine Frau wurde ebenfalls schwer verletzt und befindet sich in einem kritischen Zustand.

Abruch der Rallye soll Zeichen des Respekts sein

Die zwei britischen Gumball-Teilnehmer begingen nach dem Vorfall Unfallflucht und wurden wenig später von Grenzbeamten in einem anderen Auto in Qafasan an der Grenze zu Albanien gestellt. "Als Zeichen des Respekts haben wir entschieden, dass die diesjährige Gumball-Rallye nicht fortgesetzt wird", erklärte deren Gründer Maximillion Cooper. "Als Organisatoren erweisen wir Vladimir Cepulyoski unseren Respekt, der nach einem Unfall starb, in den einer der teilnehmenden Fahrer verwickelt war," ergänzte Cooper. Die meist gut betuchten Teilnehmer der europaweiten Rallye wollen Cooper zufolge alles tun, um die betroffene mazedonische Familie zu unterstützen. "Dies ist das erste Mal, dass sich etwas derartiges ereignet hat, seit die Rennen vor neun Jahren begannen und inzwischen mit tausenden Fahrern durch 40 Länder gingen."

Ob die umstrittene Rallye nach diesem tragischen, für Kritiker absehbaren Unfall eine Zukunft hat, ist eh ungewiss. Sportartikelhersteller adidas, der in diesem Jahr erstmals teilnahm, will nie wieder bei der Rallye starten. Sprecher Oliver Brüggen: "Nachdem wir mit Bestürzung und großem Bedauern von dem tragischen Todesfall erfahren hatten, haben wir uns sofort dazu entschlossen, uns vollständig, unverzüglich und für alle Zeit von der Rallye zurückzuziehen." Für adidas waren ein Lamborghini Gallardo mit dem US-Hip-Hopper Xzibit sowie ein Maserati Quattroporte mit Jay Kay, dem Sänger der Band Jamiroquai, unterwegs.

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