Gustl Mollath

Gustl Mollath will Oldtimer restaurieren

— 27.08.2013

Zurück ans Blech

Gustl Mollath will wieder Oldtimer restaurieren. Sollte sich sein Leben nach dem Justiz-Skandal normalisieren, möchte er "historische Sportwagen aufbauen und reparieren".

(BILD/dpa) Nach sieben Jahren in der Psychiatrie hofft Gustl Mollath (56), wieder in seinem alten Beruf arbeiten zu können. Der gelernte Maschinenbauer sammelte in der Zeit vor seinem Anstalt-Aufenthalt viele Erfahrungen als Oldtimer-Restaurator. Historische Sportwagen waren nicht nur sein Hobby, sondern auch sein Beruf. "Ich kann mir gut vorstellen, alte Ferrari oder andere historische Sportwagen wieder aufzubauen oder zu reparieren", sagte Mollath. Dabei setze er auf die Oldtimer-Szene, mit der er früher eng verbunden gewesen sei. "Vielleicht erhalte ich Unterstützung von Ferraristi oder den entsprechenden Firmen." Mollath, der Anfang August aus der Psychiatrie in Bayreuth entlassen wurde, hatte sich Mitte der 80er-Jahre als Chef eines Motorradzubehör-Ladens selbständig gemacht. Später baute er das Geschäft zu einer Restaurierungswerkstatt für Oldtimer aus. Die Firma, in der er alte Karossen restaurierte, gibt es längst nicht mehr. Das Geschäft schloss er im Jahr 2000.

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Doch bis Mollath einen weiteren wichtigen Schritt in ein normales Leben geht, haben andere Dinge Priorität: "Im Moment lebe ich nur in gewissem Grad frei, es ist ein Leben auf Abruf, so lange mein Wiederaufnahmeverfahren nicht abgeschlossen ist." Nach acht Stunden Arbeit in einer Autowerkstatt könne er nicht noch abends drei Stunden Prozessakten studieren. "Bei einem Job müsste ich vollen Einsatz bringen", sagte Mollath. Das Oberlandesgericht Nürnberg hatte auf eine Beschwerde von Mollaths Anwalt Gerhard Strate angeordnet, das Verfahren gegen den 56-Jährigen in Regensburg neu aufzurollen. Sollte Mollath eines Tages wieder arbeiten können, hat er ganz genaue Vorstellungen. Bei einer Anstellung als Ingenieur möchte er mehr Geld verdienen als früher. "Mit einem Mechaniker-Job bräuchte ich ja 100 Jahre, um meine Schulden bei meinem Rechtsanwalt bezahlen zu können." Weil sein Verteidiger auf das Honorar verzichtete, muss er ihm nichts zurückbezahlen. Dennoch habe der 56-Jährige den Anspruch, irgendwann für den großen Einsatz von Strate aufzukommen.

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