Gute Zahlen, große Pläne

1000 neue Stellen

Gute Zahlen, große Pläne

— 03.07.2003

Karmann schafft 1000 neue Stellen

Der Osnabrücker Cabrio- und Coupé-Hersteller Karmann legt bei Umsatz und Gewinn zu. Und die Nachfrage steigt.

Gewinn legt um 17 Prozent zu

Bernd Lieberoth-Leden ist zufrieden. "Wir haben uns gegen den Branchentrend behaupten können", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung bei der Bilanzvorlage der Wilhelm Karmann GmbH. Trotz der Absatzrückgänge bei Kunden wie VW, Audi, Renault oder Mercedes-Benz konnte der Hersteller von Nischenfahrzeugen Umsatz und Ergebnis steigern.

Allerdings räumte das Unternehmen ein, dass das Geschäft unter dem Preisdruck in der Autobranche leide. "Der Automobilmarkt ist geprägt durch Überkapazitäten", sagte Lieberoth-Leden. Bestes Beispiel sei der Markt in den USA mit seinem ruinösen Preiswettbewerb. "Das Geschäft war hart, ist hart, und es wird weiterhin so bleiben."

Der Spezialist für den Bau von Cabriolets und Coupés, Entwickler und Fertiger von Rohkarossen sowie ganzer Produktionsstraßen erwartet mit der Auftragsfertigung neuer Modelle für die Autohersteller Audi, Mercedes-Benz und Chrysler in diesem Jahr einen Anstieg der Fertigung von 44.000 auf rund 60.000 Fahrzeuge. Der um die Kosten aus langfristigen Entwicklungs- und Projektarbeiten bereinigte Umsatz stieg um neun Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Der Gewinn legte um 17 Prozent auf 14 Millionen Euro zu. Auf Grund der Nachfrage wird Karmann in diesem Jahr 1000 neue Mitarbeiter einstellen. Damit hätten die Osnabrücker 9686 Beschäftigte.

Dachspezialitäten made in Osnabrück

Karmann hatte binnen 15 Monaten die Produktion für drei neue Fahrzeugmodelle sowie zwei Systemkomponenten gestartet. Dabei handelt es sich um Audi A4 Cabriolet, Mercedes-Benz CLK Cabriolet, Chrysler Crossfire Coupé sowie das Verdeck für das VW Beetle Cabriolet und das Dachsystem fürs Renault Mégane Coupé-Cabriolet.

Ab 2004 haben die Osnabrücker vermutlich ein weiteres Eisen im Feuer: Dann soll dort der Nissan Micra CC gefertigt werden. Eine genauere Prognose zu den Aussichten für das Gesamtjahr 2003 wollte der Karmann-Chef nicht abgeben. Beim Ertrag sei das erste Halbjahr durch die Modellanläufe "enormen Belastungen" ausgesetzt gewesen. Entscheidend für die Entwicklung des Gewinns werden nun die Verkäufe der neuen Modelle im zweiten Halbjahr sein. Auch für den Umsatz wollte Lieberoth-Leden keine Prognose machen.

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