H-Kennzeichen gefährdet

H-Kennzeichen

H-Kennzeichen gefährdet

— 06.07.2006

Gepflegtes Aussehen

Die Zulassung für Oldtimer wird neu geregelt. Nicht nur das Alter der Autos ist künftig für die Vergabe von H-Kennzeichen entscheidend – auch der Zustand.

Aufruhr in der Oldtimer-Szene: Droht ein Kahlschlag bei den steuerbegünstigten H-Kennzeichen? Angeblich sollen 120.000 Zulassungen für historische Fahrzeuge gefährdet sein – weil die Bundesländer die Kriterien fürs "H" auf dem Nummernschild verschärfen wollen. Fakt ist: Zum 1. März 2007 wird die Zulassung neu geregelt.

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Bisher gilt: Oldtimer, die vor mindestens 30 Jahren produziert oder erstzugelassen wurden und originalbelassen sind, können mit H-Kennzeichen pauschal für 191,70 Euro im Jahr zugelassen werden. Künftig gilt allerdings noch ein weiteres Kriterium – der Zustand. Anders als in der Szene befürchtet, heißt die Grenze aber nicht Zustand 2 oder besser. Laut Bundesverkehrsministerium wird es eine neue Zustandsnote geben, die etwa der bekannten Classic-Data-Note 3 entspricht. Nur, daß die Fahrzeuge nicht im "gebrauchten", sondern im "gepflegten" Zustand sein müssen. Darüber sollen neben TÜV und DEKRA künftig auch GTÜ und KÜS entscheiden.

Grund für die schärferen Kriterien: Weil ab Mitte der 70er Jahre Fahrzeuge in riesigen Stückzahlen und mit hoher Lebensdauer gebaut wurden, könnte es zu einem unkontrollierten Anwachsen der H-Zulassungen kommen. "Man will verhindern, daß massenweise aufgebrauchte, aber noch straßenverkehrstaugliche Siebthand-Exemplare über die Straßen rollen", so der Branchendienst oldtimer-info.de.

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