Halbjahreszahlen VW

Halbjahreszahlen VW

— 30.07.2002

Verluste auf hohem Niveau

Die schwache Autokonjunktur zwingt VW-Chef Pischetsrieder zur Korrektur der Gewinnprognose. Dramatisch ist die Lage aber nicht: Statt 4,4 Milliarden Euro Gewinn peilen die Wolfsburger jetzt 4,0 Milliarden an.

Die Krise in der Automobilbranche hat Volkswagen im ersten Halbjahr 2002 voll erwischt. Ein Umsatzminus und Ergebnisrückgänge sowie ausbleibende Impulse für die zweite Jahreshälfte vermasseln Neu-VW-Chef Bernd Pischetsrieder die Gewinnprognose: Statt der angepeilten 4,4 Milliarden Euro wie im Vorjahr wird der Wolfsburger Konzern im Geschäftsjahr 2002 wohl "nur" vier Milliarden Euro einstreichen. Auch die Marke von fünf Millionen verkauften Autos werde der Konzern dieses Jahr knapp verfehlen. So gesehen Verluste auf hohem Niveau.

Der Absatz brach in den ersten sechs Monaten um 8,4 Prozent auf 2,495 Millionen Fahrzeuge ein. Der Umsatz sank um 3,2 Prozent auf 44,06 Milliarden Euro. Das macht sich auch beim Gewinn vor Steuern bemerkbar: 2,263 Milliarden Euro – bedeutet minus 4,1 Prozent und 1,403 Milliarden Euro cash in de Täsch (nach Steuern). Erheblich mehr Anteil am Geschäft als im Vorjahr hat der Bereich Finanzdienstleistungen: 4,5 Milliarden Euro haben die Wolfsburger in den ersten sechs Monaten mit Leasing, Finanzierung und Direct-Banking umgesetzt. Eine deutliche Steigerung zum Vorjahreszeitraum (3,656 Milliarden Euro) – und mehr als jeder zehnte Euro-Taler im Säckel des Konzerns. Reingewinn: 239 Millionen Euro.

Die starken Auslieferungseinbrüche in Südamerika/Südafrika (minus 17,2 Prozent) und Europa (minus 7,7 Prozent) konnten Zugewinne von 17,3 Prozent in Asien-Pazifik und 1,6 Prozent in Nordamerika nicht kompensieren. Dafür wiegen die Rückgänge auf dem europäischen Markt (1,676 Millionen Autos, minus 7,7 Prozent) einfach zu schwer. Erholung ist vorerst nicht in Sicht, auch nicht auf dem deutschen Markt (minus 3,9 Prozent). Bei den Marktanteilen kostete das den Volkswagen-Konzern sowohl hierzulande (29,6) als auch weltweit (11,9) je 0,4 Prozent.

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