Hamann Volcano

Hamann Volcano Hamann Volcano

Hamann Volcano

— 04.11.2008

Der Brandstifter

Extrem-Tuner Hamann wagt sich an den Mercedes SLR – das heißeste Eisen, das die Stuttgarter im Feuer haben. Das Ergebnis nennt sich Volcano und steht für die Urgewalt auf vier Rädern.

In Sachen Vulkanismus ist das südliche Baden-Württemberg immer eine Reise wert. Was heute meist als Weinberg dient, ist nämlich nicht selten ein stummer Zeitzeuge einer geologisch turbulenten Vergangenheit. Das passt doch prima, dachten sich die kreativen Schrauber von Hamann Motorsport im schwäbischen Laupheim und tauften ihren jüngsten Tuning-Sproß auf den Namen Volcano. Der Name passt. Nicht nur aus geologischer Sicht. Mit dem Volcano wagen sich die Hamänner nämlich an den Mercedes SLR – das heißeste Eisen, für das Stuttgarter jemals eine Straßenzulassung beantragt haben. Schon der gemeinsam mit McLaren entwickelte Serien-SLR (626 PS, 334 km/h, ca. 220.00 Euro) steht für brachiale Fahrleistungen und kompromisslosen Fahrzeugbau. Sagen zumindest seine Entwickler. Was wirklich im schwäbisch-englischen Super-Renner steckt, zeigen Richard Hamanns Tuning-Geologen mit einem SLR-Komplettumbau.

Der neue Heckflügel ist so groß wie ein Bügelbrett

Eine Etage unterm XXL-Flügel ist ein gewaltiger Carbon-Diffusor montiert.

Wichtigste Zutat auf dem Weg vom Mercedes SLR zum Hamann Volcano ist Carbon. Der ultraleichte Verbundwerkstoff ist die Basis für alle Anbauteile, die den weiß-matten Renner schmücken. Das neben der tiefen Frontschürze und den dicken Schwellern auffälligste Gebäck ist der Bügelbrett-große Heckspoiler, für den extra eine neue Heckdeckelblende entwickelt werden musste. Seine Mission: Anpressdruck auf die mächtig gestresste Hinterachse bringen. Mit dem Thema Bodenhaftung ist auch der riesige Diffusor beschäftigt, der ein Stockwerk tiefer das Heck des Volcano ziert. Abgerundet wird das Gesamtkunstwerk durch stattliche 21-Zoll-Räder, die die Radhäuser perfekt ausfüllen. In Sachen Farbgebung bleibt Hamann übrigens betont emotionslos. Als Alternative zum Weiß-Matt-Look steht lediglich eine Alu-Chrom-Lackierung zur Wahl.

Beim Sprint schlägt der Volcano einen Serien-SLR locker

Wie gehabt: Auch der Volcano schnaubt aus insgesamt sechs Sidepipes.

Wesentlich bunter wird dafür auf Wunsch der Innenraum. Leder, besticktes Alcantara und zusätzliche Carbonteile sollen die Einrichtung noch etwas hochwertiger wirken lassen. Wer es braucht. Was wirklich zählt, spielt sich etwas weiter vorne ab. Dort knurrt der von einem Kompressor aufgeladene V8, dem die Hamann-Ingenieure mit Hilfe eines neu programmierten Steuergeräts, eines Hochleistungs-Abgsakrümmers und geänderten Riemenscheiben für den Kompressor 700 PS und 830 Newtonmeter Drehmoment entlocken. Das reicht, um allen bislang in Serie gebauten SLR auf der Piste den Diffusor zu zeigen. Der Volcano stürmt in 3,6 Sekunden auf 100 km/h und muss erst bei 348 Sachen kapitulieren. Ein SLR von der Stange ist 14, der werksgetunte SLR 722 elf km/h langsamer.

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