Hamburg meldet Ausnahmezustand

Hamburg meldet Ausnahmezustand

— 02.08.2002

Land unter in Deutschland

Überschwemmte Straßen und Tunnel sind die Folgen schwerer Unwetter in Deutschland. Vor allem in Hamburg ging mitunter nichts mehr.

Schwere Gewitter mit starken Regenfällen und teilweise heftigen Sturmböen haben Donnerstagnachmittag vor allem in Nord- und Ostdeutschland zu Verkehrschaos und zahllosen Einsätzen der Feuerwehren geführt. "Ganz Hamburg steht unter Wasser“, sagte die Hamburger Polizei. Zahlreiche Straßen waren überflutet. Westlich von Hamburg wurde die A 23 in Richtung Heide überschwemmt. Die Autobahn Hamburg-Berlin A 24 war zeitweise durch einen umgestürzten Baum auf allen Spuren blockiert. Auch der U-Bahnverkehr war behindert, weil ein Baum auf die Gleise gestürzt war. Die Hamburger Feuerwehr erklärte den Ausnahmezustand.

Heftige Regenfälle, Gewitter und schwere Sturmböen hatten auch in Teilen Niedersachsens erhebliche Schäden angerichtet. In einem Göttinger Vorort wurde eine Scheune vom Blitz getroffen; im Kreis Stade schlug am Abend der Blitz in ein reetgedecktes Wohnhaus ein. ICE-Züge hatten wegen starker Regenfälle Verspätungen.

Im nördlichen Sachsen-Anhalt gab es überflutete Straßen und zahlreiche voll gelaufene Keller. Nach einem nur 30-minütigem Guss war in der Nähe des Magdeburger Hauptbahnhofs eine wichtige Hauptstraße für Autos nicht mehr passierbar. Im Bahnhof lief der Fußgängertunnel voll Wasser. Die Feuerwehr musste pausenlos zu Einsätzen ausrücken. Schwere Unwetter mit Überflutungen meldete auch Sachsen. In Chemnitz musste eine Autobahnunterführung zeitweise wegen Überschwemmung gesperrt werden; in Radebeul bei Dresden und in Kesselsdorf bedeckte zeitweilig eine bis zu fünf Zentimeter starke Schicht Hagelkörner die Straßen. In Oranienburg im Land Brandenburg maßen Hagelkörner im Durchmesser bis zu zwei Zentimeter.

Am Samstag soll sich das Wetter wieder beruhigen – der Deutsche Wetterdienst erwartete Sonne über Ostdeutschland, Wolken im Norden und einzelne Schauer und Gewitter im Süden und Westen. Die Temperaturen steigen demnach auf 21 bis 29 Grad. Am Sonntag erwarten die Meteorologen bei unveränderten Temperaturen wechselhafte Bewölkung mit Schauern und wenigen sonnigen Momenten. Im Süden sind auch Gewitter möglich.

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