Speed Academy bei Springer

Rennfahrer als Blattmacher Rennfahrer als Blattmacher

Hausbesuch bei AUTO BILD MOTORSPORT

— 30.11.2005

Rennfahrer als Blattmacher

Letzer Lernschritt außerhalb des Cockpits 2005: Vier Absolventen der Deutsche Post Speed Academy schnupperten beim Verlag Axel Springer Zeitungsluft.

Freundliche, vernünftige Antworten gefragt

Wer sich in der Öffentlichkeit bewegt und auch noch bemerkenswerte Leistungen vollbringt, zieht die Aufmerksamkeit von Journalisten auf sich. Motorsportler besonders, weil ihr Arbeitsfeld eine besondere Faszination ausstrahlt. Für die Piloten selbst eröffnet sich ein Feld zur eigenen Darstellung – doch das kostet auch private Zeit. Das hat Nicolas Hülkenberg, der neue Meister der Formel BMW ADAC, seit seinem Titelgewinn auch erfahren.

Rennfahrer und Journalisten – ein vielschichtiges Thema, das die Motorsportler genauso im Griff haben müssen wie ihren tiefergelegten und breitbereiften Untersatz. Deshalb hat AUTO BILD MOTORSPORT neben Hülkenberg auch die anderen fünf Teilnehmer der Speed Academy der Deutschen Post AG in seine Redaktionszentrale im Hamburger Verlagshaus der Axel Springer AG eingeladen. Denn AUTO BILD MOTORSPORT ist seit zwei Jahren nicht nur exklusiver Medienpartner dieses Förderprojekts für deutsche Motorsport-Talente, sondern betreibt neben seiner Berichterstattung über die Speed Academy auch aktiv Aus- und Weiterbildung.

"Was ist neu? Und was ist sonst noch interessant an einem Thema?" Das sind die wichtigsten Fragen, die sich alle Journalisten jeden Tag immer wieder stellen müssen. Und von Rennfahrern wollen sie außerdem stets aufs neue wissen: • "Warum ist sein Auto gerade so gut oder schlecht?" • "Wie ist die Stimmungs- und Gemütslage des Fahrers?" • "Wie gut oder schlecht ist sein Verhältnis zu seinen Gegnern?" • "Wie steht es um seine weiteren Karriereschritte und die Finanzierung der nächsten Rennklasse?"

Und jedes Mal muß wieder eine möglichst vernünftige und freundliche Antwort her. Das weiß auch Timo Glock. Der ChampCar- und Ex-Formel-1-Pilot ist als Jurymitglied der Speed Academy mit nach Hamburg in die AUTO BILD MOTORSPORT-Redaktion gekommen und erzählt den vier Vollgas-Studenten Nicolas Hülkenberg, Pascal Kochem, Adrian Sutil und Christian Vietoris (Peter Elkmann und Marc Hennerici fehlen wegen Geschäfts- bzw. Rennterminen) von seinen guten, aber auch weniger guten Erfahrungen mit der Presse.

Auch ein F1-Pilot wird mal pampig

"Ich war mal am Tag nach einem schlechten Rennen so genervt, daß ich gegenüber einem Journalisten, der anrief und immer noch mehr wissen wollte, echt pampig geworden bin. Doch nach dem Auflegen habe ich ihn sofort wieder angerufen und mich entschuldigt." Denn, so warnt Timo Glock ganz ausdrücklich: "Journalisten können deiner Karriere sehr nutzen, aber auch sehr schaden." Daß bei AUTO BILD MOTORSPORT den Speed-Academykern hilfsbereite Medienmenschen gegenüber sitzen, wissen Hülkenberg und Co. längst.

Klar, daß sie da beim Fototermin so manche Kasperrunde drehen ... Doch dann sind sie auch ganz schnell wieder mit Ernst bei der Sache. "Wie kann ich denn sicherstellen, daß in einem Interview auch genau das erscheint, was ich wirklich gesagt habe?", will Pascal Kochem plötzlich wissen. Antwort: Den geschriebenen Text immer vorlegen lassen, wenn nötig ändern und nur in dieser korrigierten Fassung zur Veröffentlichung freigeben. Denn genau so schreibt das Pressegesetz den korrekten Umgang mit Interviews vor.

"Und wie bekommt ihr gerade jetzt im Winter, wo kaum noch Rennen stattfinden, genug Infos und euer Heft trotzdem gefällt?", fragt Nicolas Hülkenberg besorgt. Doch als Volontärin Bianca Garloff und Redakteur Oliver Hilger ihm und seinen Kollegen all die Infokanäle aufzeigen, über die wir u.a. via Internet Tag und Nacht mit Motorsport- News versorgt werden, sind die flotten Jungs baff. Und sie reisen, wie auch schon nach den anderen sechs Weiterbildungsveranstaltungen des Speed-Academy-Programms 2005, wieder ein gutes Stück schlauer nach Hause.

Autor: Leopold Wieland

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