Heico S60 D3: Kurztest

— 15.08.2012

Schwede mit Feinschliff

Heico rechnet dem S60 D3 195 PS aus seinem Fünfzylinder, strafft fahrwerksseitig spürbar nach und steckt eine imposante Sechskolbenanlage hinter die 19-Zöller. Das Ergebnis überzeugt.



Karosserie/Qualität Optisch legt das kurze Limousinenkleidchen des Heico S60 D3 zu. Schweller, Frontsplitter und Räder integrieren sich schlüssig ins Werksseitige. Selbst die massive Vierrohranlage, die das markige Fünfzylindern zart anwummert, wirkt nicht übertrieben aufgesetzt. Außerdem: Anbau, Lackierung und Materialanmutung der zusätzlichen Karosserieelemente erreichen mindestens Serienstandard.
Fahrfreude/Antrieb Mittels Zusatzsteuergerät steigt die Leistung um 32 auf 195 PS, dazu wölbt sich das Drehmoment nun mit 460 statt 400 Newtonmetern spürbar schwulstiger ins Drehzahlspektrum. Anfangs nimmt sich der S60 zwar etwas Zeit zum Druckaufbau, über drei-fünf flaut er zudem etwas ab, dazwischen jedoch tost eine wuchtige Brandung, die ihn letztlich klar vor das Serienauto spült.

Überblick: Alle News und Tests zum Volvo S60

Von 100 auf 0: Die Heico-Bremse stellt den S60 in 34 Metern kalt.

Fahrleistungen Nach 8,5 Sekunden fällt die Hunderter-Marke, ein Werks-D3 braucht dafür gemessene 9,9. Von da an wächst der Vorsprung zwar nur noch marginal; mit 22,9 Sekunden bis 160 km/h liegt er letzten Endes aber immerhin 1,7 Sekunden vor seiner Ausgangsbasis. Überdeutlich profiliert sich indes die Sechskolbenbremse, die die 1625 Kilo im besten Fall auf glatt 34 Metern von hundert auf null zusammenstaucht. Zum Vergleich: Die Serienreferenz steht dreieinhalb Meter später.
Fahrwerk/Komfort Heico spannt die generell eher relaxte Volvo-Muskulatur spürbar an. Feinere Impulse verwäscht die Lenkung zwar nach wie vor, entschlossene stützt die steife Vorderachse nun jedoch um einiges stärker ab.

Ein Artikel aus AUTO BILD SPORTSCARS

Mittels Zusatzsteuergerät steigt die Leistung um 32 auf 195 PS.

Überhaupt wirkt der Fronttriebler auf der Vorhand agiler, liegt dank 30 Millimeter Tieferlegung geradeaus richtig satt und lässt sich in Kurven wunderbar an der Schwelle zur Gleitreibung entlang pushen. Dazu gibt es ein Sechsganggetriebe, das in seiner Schaltbarkeit an den Focus RS erinnert und damit gar nicht mehr gelobt sein könnte. Einzig die Kupplung greift für eine Sportlimousine etwas lasch.
Preis/Kosten Billig ist Heico nicht, die Preise der Upgrades für Motor, Bremse und Fahrwerk sind aber angemessen. Für zusammen knapp 8600 Euro wandelt der S60 seinen Charakter – ohne ihn zu verfälschen. Mehr zum Thema Heico Tuning. Mehr Bilder des Heico S60 D3 finden Sie oben in der Galerie.
Technische Daten
Motor R5, Turbo
Hubraum 1984 cm³
kW (PS) bei 1/min 143 (195)/3500
Nm bei 1/min 460/1750-2750
Leistungsgewicht 8,3 kg/PS
Messwerte
0-100 km/h 8,5s
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h
Testverbrauch 100 km 7,3 l Diesel
Preise
Serienfahrzeug 31.950 Euro
Leistungssteigerung 1.998 Euro
Fahrwerk 1.493 Euro
Bremsanlage 5.096 Euro
Radsatz 4.039 Euro
Bodykit/Interieur 2.813/2.136 Euro
Preis Testwagen 49.525 Euro

Autor:

Stefan Helmreich

Fazit

Grundsätzlich ist so ein Diesel-S60 nur bedingt SPORTSCARS-reif. Mit seiner Kurvenathletik, dem saftigen Schub des Fünfzylinders und der tollen Bremse holt ihm Heico aber satte vier Sterne raus. Für noch mehr hätte der messbare Vorsprung aufs Serienauto größer, der Preis geringer sein müssen.



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