Ramsauer gegen Helmpflicht für Radfahrer

Helmpflicht für Radfahrer

— 14.05.2013

Ramsauer gegen Helmpflicht

Bundesverkehrsminister Ramsauer spricht sich für das Tragen von Fahrradhelmen aus. Einen gesetzlichen Zwang soll es aber nicht geben.

(dpa) Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer hat sich erneut gegen eine gesetzliche Helmpflicht für Radfahrer ausgesprochen. Beim 3. Nationalen Radverkehrskongress in Münster warb der CSU-Politiker aber für die Akzeptanz der Schutzhelme. Er beobachte mit Sorge die niedrige Helmtragequote. "Insgesamt sind wir nur bei elf Prozent. Das ist viel zu wenig, auch wenn die Quote bei Kindern und Jugendlichen höher ist", sagte Ramsauer. Er verwies wie sein Ressortkollege aus Nordrhein-Westfalen, Michael Groschek (SPD), auf viele Unfälle mit schweren Kopfverletzungen bei Radfahrern. Etwa die Hälfte der Verletzungen könnten mit Helm vermieden werden.

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Ramsauer sprach sich aber ausdrücklich gegen eine gesetzliche Regelung für Radfahrer aus. "Ich setzte auf die Einsicht der Menschen." Der Bundesverkehrsminister forderte Auto- und Radfahrer zu mehr Rücksichtnahme auf. "Dabei geht es nicht darum, mehr Verbote zu schaffen, sondern es geht darum, an die Vernunft zu appellieren, im Verkehr mehr an ein Miteinander und Toleranz und weniger an Konfrontation zu denken", sagte Ramsauer. Er kündigte an, dass sein Haus die Investitionen für den Radverkehr von 70 Millionen Euro im Haushalt auf 83 Millionen erhöhen werde. Im Mittelpunkt des Kongresses steht die Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020, der in diesem Jahr in Kraft getreten ist.

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Der Plan soll den Radverkehr möglichst breit fördern, Innovationen anstoßen und Modellprojekte unterstützen. Zentrale Punkte sind die Elektromobilität sowie die Verkehrssicherheit. Experten aus dem In- und Ausland informieren über Infrastruktur und Sicherheit für Radfahrer. Wegen der Elektrofahrräder würden noch mehr Leute aufs Rad umsteigen, betonte Raumsauer. "Das ist vor allem für Pendler in den ländlichen Räumen sehr attraktiv." Im Durchschnitt legt jeder Bundesbürger nach Angaben des NRW-Verkehrsministeriums pro Jahr 370 Kilometer auf dem Fahrrad zurück. Fahrräder haben demnach im Bundesdurchschnitt einen Anteil von zehn Prozent am Gesamtverkehr. In NRW sind es 12,5 Prozent, in Münster, wo der Kongress stattfindet, sind es sogar 37,6 Prozent. Die westfälische Stadt gilt deshalb als Deutschlands "Fahrradhauptstadt".

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