Hennessey Venom F5 (2017): Erstkontakt

Hennessey Venom F5 (2017): Erstkontakt

Hennessey Venom F5 (2017): Erstkontakt

— 21.11.2017

Der 300-mph-Bezwinger?

Der Hennessey Venom F5 soll als erstes Straßenauto die magische 300-mph-Marke durchbrechen. Bis zum Rekordversuch dauert es aber noch. AUTO BILD hat alle Infos!

Der Innenraum des Venom F5 wird von Carbon, Alcantara und gelbem Leder dominiert. Einzigartig sind die Lüftungsdüsen.

Hennessey muss Gas geben! Nach dem Weltrekord des Koenigsegg Agera RS zeigen die Amerikaner erstmals den Innenraum des Venom F5. Das Cockpit ist aufs Nötigste reduziert – eben typisch Hypercar. Gleichzeitig erinnert das mit reichlich Carbon ausgekleidete Interieur aber sofort an den Mercedes-AMG Project One. Die Sitze sind ähnlich wie beim AMG miteinander verbunden und könnten starr montiert sein. Das eckige Lenkrad ist nicht so schmal wie das des Project One und erinnert eher ans Volant im Ferrari LaFerrari. Die ganzen Knöpfe sollen dafür sorgen, dass der Fahrer immer beide Hände am am Steuer behält. Wie bei Ferrari lassen sich beim Venom F5 Blinker, Fahrmodi und mehr direkt am Lenkrad bedienen. Sogar die Fahrstufen des sequenziellen Getriebes sind per Drehschalter ins Lenkrad integriert. Besonders interessant ist der "Boost-Button" oben rechts: Ob es sich dabei um einen DRS-Modus wie beim McLaren P1 handelt, verrät Hennessey nicht. Einzigartig beim F5 sind die mittigen Lüftungsdüsen, die die dreieckige Formensprache des Auspuffs aufgreifen.

Das Ziel sind 300 mph oder umgerechnet 483 km/h

300 Meilen pro Stunde – so schnell ist noch kein Serienauto gefahren. 300 mph sind umgerechnet 482,8 km/h, und das ist das ambitionierte Ziel des Hennessey Venom F5. Die magischen 300 sollen mindestens erreicht werden, gerne auch noch mehr! Auf der SEMA 2017 zeigte der amerikanische Hersteller erstmals seinen neuen Hypersportwagen, der Bugatti, Koenigsegg und Co in die Schranken weisen soll.

SEMA 2017: Die stärksten Autos der SEMA

Venom F5 auf der SEMA ein Modell

Showfahrzeug: Noch ist das gelbe Hypercar nur ein Mockup, also eine Attrappe.

Aktuell fährt der Venom F5 aber noch gar nicht! Bei dem gelben Hypercar handelt es sich nämlich um ein Modell. Hennessey gibt mit dem Showfahrzeug einen konkreten Ausblick auf das finale Design des F5. Ein Mock-up ist immerhin schon mal mehr als eine Zeichnung und der Venom F5 sieht live richtig gut aus. Das Design erinnert an eine Mischung aus GTA Spano und SSC Tuatara – auch eine Prise des Vorgängers Venom GT lässt sich am langgezogenen Heck erkennen. Im Vergleich zum GT wird der F5 eine komplette Neuentwicklung: Chassis, Design, Technik, alles komplett neu. Mitte 2018 will Hennessey einen fahrfertigen Venom F5 zeigen. Da das Design – bis auf den Heckflügel – dem Serienfahrzeug entspricht, kann und muss Hennessey sich voll auf die Technik konzentrieren.

V8-Twinturbo mit über 1600 PS

Für den Venom F5 entwickeln die Amerikaner einen komplett neuen Motor. Der Siebenliter-V8-Twinturbo muss mindestens 1622 PS leisten. Die Hennessey-Ingenieure wollen ausgerechnet haben, dass der F5 bei einem Gewicht von nur 1338 Kilo und einem cw-Wert von 0,33 1622 PS haben muss, um die anvisierten 300 mph zu erreichen. Mehr Daten verrät der Hersteller und Tuner aktuell noch nicht. Sicher ist, dass der F5 aus Gewichtsgründen auf einen reinen Hinterradantrieb setzt. Die Getriebe-Wahl lassen die Amis noch offen. Sollten sie eine manuelle Handschaltung entwickeln können, die der monströsen Leistung standhält, ist es zumindest eine Option. Ansonsten übernimmt ein sequentielles Siebengang-Getriebe den Job. Insgesamt will Hennessey 25 F5 zum Stückpreis von mindestens 1,38 Millionen Euro bauen.

Rekord: Koenigsegg im Tempo-Rausch

Rekordfahrt erst in anderthalb Jahren

Bis zur Rekordfahrt des Venom F5 dürften aber noch rund anderthalb Jahre vergehen. In der Zwischenzeit wird Bugatti aller Voraussicht nach ebenfalls einen Versuch mit dem 1500 PS starken Chiron starten. Und Koenigsegg hat nach dem 0-400-0-Rekord des Agera RS auch noch mal einen Highspeed-Rekord nachgelegt: 277,9 mph (447,2 km/h) gilt es zu knacken. Und zack, wird aus dem Zwei- ein Dreikampf um den Titel des schnellsten Autos der Welt!

Hennessey Venom F5 (2017): Erstkontakt

Autor:

Jan Götze

Fazit

Der Hennessey Venom F5 sieht schon mal richtig schnell aus. Ob er das ambitionierte Ziel aber in nur 18 Monaten schaffen kann, ist offen. Klar ist: Hennessey hat das Zeug dazu, ein Rekordauto zu bauen. Schließlich hat der auf einem Lotus Exige basierende Vorgänger Venom GT schon 435 km/h geschafft. Zum neuen Rekord fehlen aber noch knapp 50 km/h.

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