Highlights in Paris 2010: Messerundgang

Die Hightlights des Pariser Autosalon 2010 Die Hightlights des Pariser Autosalon 2010

Highlights in Paris 2010: Messerundgang

— 30.09.2010

Volles Programm in vollen Hallen

Raus aus den Federn: Audi A7, Opel Astra Sports Tourer, VW Passat, Mercedes CLS und Peugeot 508 sind in Paris zu früher Stunde mehr gefragt als warme Croissants. Die Helden auf dem Autosalon 2010!

Es ist früh in Paris. Sehr früh. Während sich noch zahllose Croissants und Baguettes in den Backöfen der städtischen Bäckereibetriebe die letzte Bräune holen, ist auf dem Messestand bei Opel schon der Teufel los. Alles, was einen Stift, eine Kamera oder gar beides in der Hand halten kann, kämpft ab 6.30 Uhr am Stand der Rüsselsheimer um einen Platz mit Aussicht auf die zwei Opel-Stars der Messe: den neuen Opel Astra Sports Tourer und die Studie GTC Paris. Erstgenannter soll für einen erschwinglichen Einstiegspreis von 18.000 Euro der perfekte Begleiter für die vierköpfige, reiselustige Familie sein; während die Knackpo-Studie GTC Paris mit ihren 290 Turbo-PS Golf R und Ford Focus RS das Fürchten lehren will. Opel-Designchef Mark Adams schwärmt: "Der GTC Paris drückt Passion und Emotion aus. Hier trifft deutsche Präzision auf Dynamik und Power." Unmittelbar im Anschluss gehen beim VW-Konzern die Lampen an. Vor allem bei Audi waren die Ingenieure und Designer 2010 sehr fleißig. Die Ingolstädter schlagen mit sechs Weltpremieren in Paris auf. Für Highspeed-Herzklopfen sorgt die Studie Audi quattro concept – ein kompakter Nachfolger des Sport quattro von 1984. Traditionsbewusst feuert ein 2,5-Liter-Fünfzylinder 408 PS aus den Töpfen, was für 290 km/h gut sein soll. Das Vier-Augen-Gesicht, die breiten Backen und der breite Luftschlitz über dem Kühler erinnern 1:1 ans historische Vorbild. Nicht fehlen darf natürlich der neue A7, der sich in Paris der Öffentlichkeit erstmals im Serienkleid zeigt. Diskussionen inbegriffen. "Der Audi 100 Coupé lebt wieder!", jubeln die einen, "das ist der hässlichste Audi den es je gab!", motzen die andern.

Überblick: Alle Stars und Premieren des Pariser Autosalon 2010

Kombi-Star und Frühaufsteher: Der neue Opel Astra Sports Tourer startet für rund 18.000 Euro.

Wenig polarisierend, dafür klassisches Weltauto: der neue VW Passat (Variant und Limousine) nebenan. VW-Gesicht, viel Technik vom Vorgänger, überarbeiteter Innenraum. Und das Ganze 675 Euro günstiger als das aktuelle Modell (ab 24.425 Euro), zu haben mit den bekannten TSI-und TDI-Aggregaten sowie als Erdgas- und Bioethanol-Variante. So sehen Autos aus, die richtig viel Geld in die Kassen spülen, aber nur bedingt Emotionen hervorrufen. Auch Seat geht in Paris auf Familienfang und präsentiert – Schiebetür auf, Schiebetür zu – den spanischen Sharan-Bruder Alhambra (ab 28.875 Euro). Mit einem Familienlaster braucht man Lamborghini-Fans traditionell nicht zu kommen – die Boliden aus Sant'Agata Bolognese taugen eher als Fluchtfahrzeug vor der nervigen Verwandtschaft. In Paris ist die Studie Sesto Elemento der Star. Der 999 Kilo leichte Kohlenfaser-Keil stürmt unter Leitung des 570 PS starken V10 aus dem Gallardo Superleggera in 2,5 Sekunden auf Tempo 100. Noch Fragen?

Frühstart: Die Stars des VW-Konzernabends

Zu schön, um eine Studie zu bleiben: Das BMW Concept 6 Series zeigt, wohin die Reise beim nächsten 6er geht.

Von Italien nach Frankreich: Um zehn Uhr schlägt die Stunde der französischen Autobauer. Peugeot, Renault und Citroën feuern während ihrer Präsentation eine Neuheit nach der anderen raus. Viele Studien, viel Öko, viel Design. Doch auch fürs Hier und Jetzt sind einige Sahnestückchen dabei. Der neue Peugeot 508 zum Beispiel, der als Limousine und Kombi schon Anfang 2011 zu haben ist. Ein echter Herausforderer für die Etablierten im heiß umkämpften Segment der oberen Mittelklasse. In Kombination mit kleinen Vierzylindern verspricht Peugeot Verbräuche von unter fünf Litern. Citroën wendet sich mit dem neuen C4 an die Fans der praktischen Kompaktklässler. Der Franzosen-Golf startet bei 15.950 Euro und ist damit 1000 Euro günstiger als ein Basis-Golf. Außen eher puristisch, hat der C4 im Innenraum viel Komfort und jede Menge Hightech zu bieten.

Aus Asien kommt solide Familien- und Hybrid-Kost nach Paris. Mit dem Mini-Van Verso-S will Toyota ab 2011 die potenzielle Kundschaft des Opel Meriva anbaggern. Besonders hübsch ist der kleine Packesel nicht, doch darauf kommt es in dieser Fahrzeugklasse auch nicht an. Was zählt, ist ein flexibler Innenraum, sparsame Motoren und ein schlanker Preis. Der dürfte knapp unter den 15.900 Euro für einen Basis-Meriva liegen. Tochter Lexus lässt die Hüllen vom Lexus CT 200h fallen. Der "Drittelmix" aus Lexus IS, Toyota Prius und Toyota Auris Hybrid rollt noch 2010 als Vollhybrid los. Genauso wie der CT 200h zeigt sich auch der Nissan Leaf in Paris erstmals im Serientrimm. Der E-Auto-Vorreiter geht schon kurz nach seinem Schaulaufen an der Seine in Europa in Kundenhand.

Generationen-Duell: Peugeot 508 trifft Peugeot 504

Diese Augen sollen Touran-Fahrer schwach werden lassen: Der Chevi Orlando kommt für rund 20.000 Euro.

Wem der ix35 und erst recht der ix55 zu bullig sind, für den hat Hyundai jetzt die Lösung: Der ix20 ist eine Mischung aus Kompaktvan und Mini-SUV und wird in Deutschland noch 2010 mit kleinen Aggregaten (1,4 Liter und 1,6 Liter) an den Start gehen. Genau umgekehrt macht es BMW: Der X3 ist gewachsen und jetzt fast so lang wie der erste X5. Kein Wunder, schließlich musste sich der Kompakt-SUV-Veteran ja irgendwie von seinem kleinen Bruder X1 emanzipieren. Neben dem X3 steht eine wunderschöne Coupé-Studie, die den kommenden 6er ankündigt. Das Concept 6 Series Coupé ist ein Zweitürer mit extrem maskulinen Coupé-Genen. Start: Anfang 2011 – bitte ohne allzu große Design-Abstriche! Nicht minder scharf präsentiert sich am Mercedes-Stand der neue CLS. Zum Verkaufsstart im Januar 2011 sind ausschließlich Sechszylinder zu haben. Das CLS-Vergnügen beginnt bei 63.427 Euro für den 350 CDI.

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Zu viel "Mainstream" für Sie? Dann hätten wir da noch die Halle 5. Da stehen zwei Exoten made in USA im Rampenlicht: Chevrolet stürzt sich ab Anfang 2011 in Deutschland mit dem Orlando ins nicht gerade unterbesetzte Segment der Kompaktvans. Gelingen soll das durch moderate Preise (Einstieg wohl knapp unter 20.000 Euro) und eine üppige Basisausstattung. Gleich nebenan bei Cadillac steht ein weißer Riese. Der Cadillac Escalade Hybrid ist in den USA schon seit Mitte 2008 mit der Mission zum Spritsparen unterwegs (11,4 statt 15,1 Liter). 2011 kommt der dicke Ami (L/B/H: 5,14/2,01/1,89 Meter) nach Europa. Neben ihm wirken die meisten europäischen SUVs wie Spielzeugautos. Weiter geht's hier mit dem zweiten Teil unserer Paris-Berichterstattung: "Studien und Exoten." Bleiben Sie dran!

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