Hispano Suiza auf dem Genfer Autosalon 2010

Hispano Suiza auf dem Genfer Autosalon 2010

— 23.02.2010

Hispano Suiza meldet sich zurück

Mit den chromblitzenden Klassikern der 20er- und 30er-Jahre hat dieser Hispano Suiza nur den Namen gemeinsam. In Genf zeigt die Traditionsmarke einen 750 PS starken Supersportler. Marktstart: Sommer 2010.

Es ist ein Comeback der ganz besonderen Art: Auf dem Genfer Autosalon 2010 meldet sich die Traditionsmarke Hispano Suiza zurück. Besucher der Messe werden dort die Studie eines Supersportwagens der Extraklasse bestauen können, mit dem das spanisch-schweizerische Unternehmen vor allem Individualisten mit dicker Brieftasche locken will. Das Konzept läuft momentan noch unter der schlichten Bezeichnung Hispano Suiza V10 Supercharged, bereits im Sommer 2010 sollen die ersten Serienexemplare ausgeliefert werden – zum Preis von mindestens 700.000 Euro. Dafür bekommt die solvente Kundschaft zehn Zylinder, 750 PS und Fahrleistungen auf höchstem Niveau.

Auf einen Blick: Die Highlights auf dem Genfer Salon

Das breite Heck der Studie ist geprägt durch zwei riesige Auspuffblenden und lang gezogene LED-Leuchten.

Herzstück des neuen Supersportlers ist ein 5,2 Liter großer V10, der von zwei Kompressoren unter Druck gesetzt wird. Ein permanenter Allradantrieb bringt die Power auf die Straße. Aus dem Stand prescht der teure Exot in 3,4 Sekunden auf Tempo 100, die Höchstgeschwindigkeit ist mit über 330 km/h angegeben. Das Design der Studie wirkt eigenständig, die Scheinwerfer wie von einem anderen Stern. Der aggressiv gestylte Zweitürer misst knapp fünf Meter in der Länge, ist zwei Meter breit und nur 1,25 Meter hoch. Die Karosserie ist ein Mix aus einem Alu-Spaceframe mit Carbonteilen. Auch ein Hybridantrieb ist geplant: An der Vorderachse wird ein 150 PS starker Elektromotor die Leistung auf insgesamt 900 PS steigern. In der Stadt fährt der Wagen rein elektrisch. 2011 wollen die Hispanier dann auch noch eine Roadster-Version nachschieben.

Hispano Suiza baute schon vor über 100 Jahren Hybrid-Autos

Berühmter Vorgänger: Der Hispano Suiza H.6 (135 PS) zählte zur automobilen Oberklasse der 1920er Jahre.

Ein Supersportler mit Hybridantrieb? Wer den Preis von zwei Einfamlienhäusern in ein Auto investiert, dem sollte ein deftiger Spritverbrauch eigentlich keine Kopfschmerzen bereiten. Tatsächlich folgt Hispano Suiza hier keinem grünen Modetrend, sondern einer Tradition: Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts brachte das 1904 gegründete Unternehmen mit der Motorkutsche "La Cuadra" eines der ersten Fahrzeuge mit einer Kombination aus Benzin- und Elektroantrieb auf den Markt – wenn auch recht erfolglos. Später konzentrierte man sich auf die Produktion von Verbrennungsmotoren. Zu den bekanntesten Fahrzeugen der Marke zählt der 1919 vorgestellte H.6 mit Reihen-Sechszylinder, 6,6 Liter Hubraum und 135 PS. Nach dem Krieg produzierte Hispano Suiza vor allem Flugzeugmotoren und -Teile. Heute gehört die Firma zur französischen SAFRAN-Gruppe.

Technische Daten Hispano Suiza V10 Supercharged V10, Direkteinspritzung, Kompressor • Hubraum 5204 cm3 • Leistung 551 kW (750 PS) bei 8200/min • max. Drehmoment 700 Nm bei 6650/min • Allradantrieb • Sechsgang-Schaltgetriebe • Länge/Breite/Höhe 4940/2064/1250 mm • Leergewicht 1590 kg • 0-100 km/h in 3,4 s • Höchstgeschwindigkeit über 330 km/h • Verbrauch 13,5 l/100 km • CO2 348 g/km • Preis ab 700.000 Euro

Autor: Jan Kretzmann

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