Benetton

Historischer Rennsport: Boss GP

— 07.07.2016

Deutscher zertrümmert Formel-1-Wagen

In der Boss GP fahren alte Formel-Fahrzeuge aus der Formel 1, IndyCar, GP2 und anderen Serien. Wolfgang Jordan hat einen 1997er Benetton zerlegt.

Seine Formel-1-Karriere hat dieser Benetton überlebt. Seine Altersteilzeit dagegen nicht...

Der Crash passierte in der ersten Runde des zweiten Rennens zur Boss-GP-Serie (Big Open Single Seaters) auf der Hochgeschwindigkeitsbahn in Monza. Unfallopfer Wolfgang Jordan aus Deutschland beschreibt: „Ich habe mit Peter Milavec gekämpft. Er hat eine Lücke aufgemacht, in die ich hineingestochen bin. Er hat mich nicht gesehen und die Lücke wieder geschlossen.“ Mit Tempo 280 kreiselte Jordan von der Bahn und krachte in die Begrenzung.

Wolfgang Jordan überstand den Unfall unverletzt

Während der Fahrer unverletzt blieb, wurde der Benetton von 1997, mit dem Gerhard Berger in Hockenheim sogar ein GP-Rennen gewinnen konnte, in alle Einzelteile zerlegt. Trotzdem ist das H&A-Team zuversichtlich, das Auto schon beim Rennen in Brünn am 9. bis 11. September wieder aufgebaut zu haben. Jordan müsste demnach nur den Lauf in Assen am 6. und 7. August auslassen.
Obwohl der Rennwagen schon fast 20 Jahre alt ist, sind Ersatzteile vorhanden. Über die Jahre wurde der Benetton nämlich weiterentwickelt: Im Heck schlummert nicht mehr der Orginal-Renault-Motor, sondern ein 4,0-Liter-V10 von Judd. Auch am Diffusor, dem anteigenden Ende des Unterbodens, und an der Außenheit wurde der Wagen weiterentwickelt.

Vor allem das Heck des Benetton aus der Saison 1997 wurde stark in Mitleidenschaft gezogen

Wolfgang Jordan mischt seit 2014 in der Meisterschaft mit – die ersten zwei Saisons mit einem Lola-Formel-3000 aus der Saison 1999, mit einem Dallara-GP aus 2008 und einem Dallara-Formel-Renault von 2005, seit diesem Jahr mit einem richtigen Formel-1-Rennwagen. Insgesamt waren in Monza sechs F1-Flitzer im über 30 Piloten umfassenden Feld vertreten.

Lauf eins entschied der Österreicher Ingo Gerstl im Toro Rosso Cosworth (3,0-Liter-V10-Motor) aus der Saison 2006 für sich. Im zweiten Lauf setzte sich Frits van Eerd aus den Niederlanden im Minardi Cosworth aus der Saison 2004 durch. In der Gesamtwertung liegt Ingo Gerstl mit 122 Punkten vor Peter Milavec (86) und Klaas Zwart (83) vorne, Jordan rangiert als bester deutscher Formel-1-Vertreter auf Platz sechs.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: BOSS GP

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