Strycek

Historischer Rennsport: TW Classics

— 27.09.2016

Flotte Klassiker

Die Super-Tourenwagen der 90er-Jahre werden bei den Tourenwagen Classics wieder zum Leben erweckt. Mit dabei: Volker Strycek, Ex-DTM-Champion.
 

Ganz lässig düst Volker Strycek (58) mit dem Roller an. Unmittelbar vor dem Opel Astra F des Jahres 1993 bleibt er stehen. Ein kurzer, prüfender Blick – dann vertieft er sich ins Gespräch mit Steffan Irmler (47), dem Besitzer und zweiten Fahrer des Klassikers, den sie zusammen bei den Tourenwagen-Classics einsetzen.

Gefahren wird hier mit Super-Tourenwagen der Jahre 1984 bis 1999, die damals in der DTM und dem Super-Tourenwagen-Cup die Fans begeisterten. Der Opel Astra F, mit dem Ex-DTM-Champion Volker Strycek an den Start geht, gewann 1993 mit Mike Briggs die südafrikanische Tourenwagenmeisterschaft. „Wenn du dich in dieses Auto setzt, ist es, als würdest du eine Zeitreise machen und wieder mitten in den 90ern sein“, schildert er die Besonderheit, mit diesen Klassikern Rennen zu fahren.

Die Tourenwagen Classics fahren auch im Regen

Noch heute ist er auch in der VLN aktiv, fährt dort zusammen mit Tochter Lena (25) einen Opel Astra OPC Cup. Strycek: „Das sind zwei verschiedene Welten. Wenn ich wieder in den Cup-Astra steige, muss ich den Schalter im Kopf umlegen, denn ich kann damit viel früher ans Limit, hab keine blockierende Räder. Hier darfst du es keinesfalls übertreiben, denn ABS und ESP gibt es nicht."

Zwar wurde der Opel Astra F gegenüber 1993 sicherheitstechnisch auf den neuesten Stand gebracht, ansonsten aber sind die Rahmendaten dieselben wie bei der Homologation in den 90er-Jahren: Der 2-Liter-Motor leistet 285 PS bei 8500 Umdrehungen pro Minute. Ein manuelles Sechsgang-Getriebe bringt die Kraft auf die Strecke. „Damit sind wir Underdogs gegen den Mercedes 190 Evo, den BMW M3 und vor allem den Alfa Romeo 155 V6 Ti“, erklärt Irmler. Auch er hat Benzin im Blut, fuhr schon verschiedene VLN- und Flugplatzrennen. Mit dem Opel Astra F ist er nun vor allem für die Start-Phase verantwortlich. „Da traut sich Volker nicht so. Wahrscheinlich hat er Angst, dass er was kaputt macht“, schmunzelt er.

Nicht ohne Grund. Ersatzteile zu beschaffen ist schwierig und teuer. Irmler: „Wir machen vieles selber, das ist unser Vorteil. Nach jedem Rennen arbeiten wir eine Checkliste ab und schauen, ob noch alles in Ordnung ist.“ Dennoch: „Wir sind nicht hier, nur um gut auszusehen. Das ist eine richtige Rennserie!“ 40 Minuten dauern die Rennen. Danach beginnt für Strycek der zweite Job: Autogramme schreiben, bevor er wieder auf den Roller steigt.

Autor: Michael Zeitler

Fotos: Hersteller, privat

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.