Im April 2013 wurden 284.444 Pkw neu zugelassen, 3,8 Prozent mehr als im April 2012. Die Trendwende für den angeschlagenen deutschen Automarkt? Kaum, eher eine "leichte Aufholjagd im verspäteten Frühling", wie ein Sprecher des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) auf Nachfrage von AUTO BILD einschätzt.Insgesamt werden sich die Hersteller auf einen Rückgang einstellen müssen. Der Verband rechne 2013 in Deutschland bestenfalls mit 2,9 Millionen Neuwagenzulassungen (2012: 3,08 Millionen), so der Sprecher.
Pkw-Neuzulassungen 2011-2013
Bild: AUTO BILD / GRAFIK
Einzige deutsche Marke, die sowohl im April 2013 als auch in der Summe der ersten vier Monate 2013 zulegen konnte, ist Porsche (plus 16,0/2,3 Prozent). Alle anderen liegen im Minus – zwischen 0,8 (Mercedes) und 20 Prozent (Ford). Die Marketingabteilungen versuchen, den teilweise dramatischen Einbrüchen Positives abzugewinnen: Peugeot (minus 22,5 Prozent) betont das Plus beim 208, Mazda relativiert sein Minus (11,5 Prozent) mit einer Reduzierung der Eigenzulassungen.Sowohl im privaten als auch im gewerblichen Markt habe man ein Plus zu verzeichnen. Den größten Zugewinn unter den Volumenherstellern konnte im April 2013 mit 67,8 Prozent erneut Seat verzeichnen. Doch der Erfolg in Deutschland allein reicht nicht, um Seat aus den roten Zahlen fahren zu lassen. Volkswagen hat reagiert und zum 1. Mai den Vorstandsvorsitzenden James Muir gegen den bisherigen VW-Marketingchef Jürgen Stackmann ausgewechselt.