Hitliste November 2005

Hitliste November 2005

— 15.12.2005

Dienstwagen steuern die Bilanz

Drei Prozent weniger Neuzulassungen werden dem Jahresergebnis nicht zum Verhngnis. Darunter rangieren allerdings immer weniger Privatautos.

Flottenmarkt macht flotte Zahlen

Schwarze Zahlen, goldener Herbst. In den vergangenen Monaten hat der deutsche Automarkt enorm Selbstbewutsein getankt. Da kann ein kleiner Dmpfer nicht viel ausrichten: Mit insgesamt 276.144 neu zugelassenen Fahrzeugen schlich sich im November tatschlich noch einmal das Minuszeichen in die Bilanz. Drei Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Das ist kein Grund zur Sorge, beruhigen Kraftfahrtbundesamt (KBA) und Verband der Automobilindustrie (VDA) unisono.

Um die gute Stimmung nicht zu gefhrden, verweist man in Flensburg auf das aktuelle Zwischenergebnis 2005. Von Januar bis November wurden mit 3,08 Millionen neuen Autos immerhin fast 100.000 mehr zur Zulassungsstelle gefahren als im Vorjahreszeitraum. Und die Statistiker des VDA wagen schon mal einen Blick ans Ende der Zielgeraden. Sie rechnen frs gesamte Jahr mit 3,32 Millionen Neuzulassungen das wrde die ursprngliche Prognose von 3,25 Millionen klar bertreffen.

Ein kleiner Schatten liegt aber doch auf der Bilanz. Der private Kunde hat immer weniger Einflu auf die Zulassungsstatistik, berichtet das Frankfurter Marktforschungsunternehmen Dataforce. Der Anteil der privaten Zulassungen am Gesamtmarkt sei im Zeitraum 2002 bis 2004 von 49,4 auf 47,5 Prozent gesunken. Aktuell sind es nur noch 46,7 Prozent Tendenz weiter fallend. Um so mehr lohnt sich ein Blick in die Fuhrparks, denen allerdings 2006 steuerlicher Ungemach droht und somit der gesamten Autobranche.

Der Audi A4 ist im bisherigen Jahresverlauf der beliebteste deutsche Dienstwagen. Marktanteil bei den Flottenmodellen (ohne Mietwagen und Hndlerzulassungen): 6,6 Prozent. Der VW Passat (6,3 Prozent) ist ihm dicht auf den Fersen. Erst auf Rang fnf fhrt mit dem BMW 3er (4,6 Prozent) ein Modell, das nicht zum Volkswagen-Konzern gehrt. Die Pltze neun und zehn gehren Mercedes-Benz, hier fhrt die E- (3,0 Prozent) der C-Klasse (2,3 Prozent) den Rang ab. Die deutschen Hersteller knnen sich also freuen. Auch wenn sich die private Kundschaft zurckhlt, sorgt der Flottenmarkt fr eine flotte Statistik. Noch.

Pltze 1 bis 50

Brabus kann zwar den Smart forfour tunen, die Neuzulassungen verstrkt das allerdings nicht. Minus 38,3 Prozent gegenber dem Vorjahr.

Pltze 51 bis 100

Die neue Linie von Citron kommt an: Die franzsische Mittelklasse C4 legte rund 64 Prozent zu. Die Marke freut sich auf eine gute Jahresbilanz.

Pltze 101 bis 150

Von wegen "Gefahr vom Cayman S": Der Porsche Boxster lt sich nicht unterkriegen und lockte 37 Prozent mehr Neuwagenkufer an.

Pltze 151 bis 200

Im September 2006 znden die Ingolstdter die zweite Stufe des TT. Gute Entscheidung, denn trotz zeitlosem Design brckelt so langsam der Erfolg des angejhrten Modells.

Pltze 201 bis 285

Bittere Erkenntnis fr Suzuki: Wenn sich Frau Schaffrath auf dem Wagon R rkelt, regen sich zumindest nicht die Zulassungszahlen.

Hitliste der Hersteller

Seat fhrt auf schmalem Grat: Der Volkswagen-Konzern hat der spanischen Tochter eine krftige Finanzspritze verpat. Ob's hilft? Noch sind die Vorjahreszahlen jedenfalls nicht getoppt.

Autor: Michael Vo

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